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Grand Prix von Ungarn

Verstappen im Regen entzaubert

Eigentlich waren die Bedingungen für ein Top-Ergebnis von Max Verstappen vorhanden, doch am Ende musste er sich sogar einem Junior beugen.

Der Hungaroring und regnerische Bedingungen - bei dieser Kombination hätten vor dem Qualifying wohl nicht wenige ihr Geld auf Max Verstappen gesetzt. Doch der spätestens seit Brasilien 2016 als Regenfahrer bekannte Niederländer enttäuschte in der Qualifikation auf ganzer Linie und konnte nicht in die ersten drei Startreihen fahren.

Verstappen musste sich am Samstag mit Rang sieben begnügen und war damit sogar langsamer als Carlos Sainz (Renault) und Toro Rossos Pierre Gasly. Somit war Verstappen trotz des vorzeitigen Aus von Daniel Ricciardo nicht einmal der schnellste RBl-Kaderfahrer und musste sich von Rookie Gasly im Juniorteam schlagen lassen.

Das wundert auch die Experten: "Verstappen ist im Regen normal eine echte Hausnummer. Da muss am Set-up etwas nicht stimmen", glaubt Ex-Fahrer Christian Danner. Verstappen selbst bestätigt das: "Wir hatten überhaupt keinen Grip, und dann kann man im Regen überhaupt nichts tun", sagt der Youngster. "Das Auto funktioniert einfach nicht. Ich kenne die Gründe dafür nicht, aber es funktioniert nicht."

Irgendwie funktioniert der RB14 im Regen nicht

Das ist natürlich ein Armutszeugnis für RB Racing, wie Danner findet: "Helmut Marko und Christian Horner müssen sich schon fragen: 'Was ist eigentlich los?' Das ganze Jahr wird gehofft und gebangt: 'Wir brauchen Regen! Dann zeigen wir den anderen, wo es langgeht.' Und das Gegenteil war der Fall", wundert er sich. "Normalerweise stehen sie deutlich weiter vorne. Da ist etwas grob schiefgelaufen."

Laut Verstappen habe RB Racing schon das ganze Jahr über Probleme im Regen gehabt - und auch wenn man Restarts auf kalten Reifen durchführen musste, war das Auto nicht bei der Musik. "Im vergangenen Jahr wusste man, dass drei lila Sektoren (Bestzeiten; Anm. d. Red.) folgen würden, wenn man herausfährt. Das Auto fuhr einfach wie ein Geschoss! Aber in diesem Jahr ist es etwas komplett anderes", hadert er.

Nach dem Qualifying drohte es für Verstappen sogar noch schlimmer zu werden, denn er soll Romain Grosjean auf dessen schneller Q3-Runde aufgehalten haben - allerdings sahen die Kommissare von einer Strafe ab, weil die Piloten im Regen ohnehin kaum Sicht nach hinten haben und Verstappen eine Lücke zu Gasly halten wollte und dabei nur unzureichend von seinem Team informiert wurde. Dass Daniel Ricciardo schon in Q2 hängenblieb und nur Zwölfter wurde, machte das Debakel für Red Bull perfekt.

Gasly jubelt nach Rang sechs

Anders ist die Gefühlslage bei Toro Rosso. Brendon Hartley konnte mit Rang acht sein bestes Formel-1-Qualifying einfahren, Pierre Gasly war mit Rang sechs sogar noch einmal zwei Positionen besser und damit bester Red-Bull-Kaderfahrer. "Es ist einfach unglaublich. Was für ein verrücktes Qualifying! Wir hatten Slicks, Intermediates, Full-Wets. Es ist einfach ein fantastischer Tag für das Team", jubelt er. "Wir hatten schwierige Wochenenden, aber Rang sechs heute ist einfach unglaublich."

"Es war schwierig, weil sich die Bedingungen aller zwei Runden verändert haben. Sie haben die richtigen Entscheidungen getroffen", erzählt er weiter. "Ich habe versucht, Feedback zu geben, aber sie haben die richtige Ansage gemacht und uns zur richtigen Zeit auf Slicks und Intermediates gesetzt. Das war ein wirklich guter Job des Teams."

Bei Toro Rosso hatte man sich in Budapest schon gute Chancen ausgerechnet, doch einen doppelten Q3-Einzug hätte man wohl nicht vorhergesehen. "Wir haben zwei Autos in den Top 10. Das ist eine tolle Performance von Toro Rosso - hoffentlich können wir morgen ein paar Punkte holen", so Gasly, der aber weiß: Mit Verstappen und Ricciardo warten schnellere Fahrzeuge aus den eigenen Reihen hinter ihm.

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