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Grand Prix von Ungarn

Vettel mit Tagesbestzeit zum Auftakt

Weil Mercedes auf Ultrasoftreifen verzichtete, markierte Sebastian Vettel am Freitag für Ferrari die Bestzeit auf dem Hungaroring.

Zum Trainingsauftakt in Ungarn sicherte sich RB14-Pilot Daniel Ricciardo mit seiner zweiten Runde auf dem härteren Softreifen in 1:17,613 die Bestzeit. Damit wurde Red Bull Racing seiner Rolle als Geheimtipp zunächst gerecht. Nur 0,079 Sekunden hinter dem Australier lag Sebastian Vettel, der die Ultrasoftmischung nutzte und sich damit lange an der Spitze hielt. Der Niederländer Max Verstappen, ebenfalls auf 'soft' unterwegs, war als Dritter nur 0,088 Sekunden langsamer als sein Teamkollege Ricciardo.

Nicht perfekt lief es für die Mercedes-Piloten: Lewis Hamilton klagte am Anfang über Handlingprobleme und kämpfte mit einem losen Heck. Mit einem Rückstand von 0,423 Sekunden kam er hinter Kimi Räikkönen (Ferrari; + 0,335) auf die fünfte Position. Mit 0,857 Sekunden Rückstand musste sich sein Teamkollege Valtteri Bottas mit Rang sechs begnügen. Die Mercedes-Fahrer nutzten die Ultrasoftreifen gar nicht, sondern konzentrierten sich auf die härteren Mischungen.

Probleme hatte Nico Hülkenberg: Der Renault-Pilot kam zwar mit 1,412 Sekunden Rückstand hinter Romain Grosjean (Haas) auf Platz acht, musste aber nach einem Elektronikdefekt aussteigen und die erste Hälfte der Nachmittagseinheit auslassen, während sein Team ein neues Hybridsystem in sein Auto einbaute.

In dieser zweiten Sitzung hat sich Sebastian Vettel die Bestzeit gesichert. Der Deutsche drehte mit einer 1:16,834 die schnellste Runde des Tages auf dem Hungaroring. Red Bull Racing konnte seine Rolle als Mitfavorit unterstreichen und erreichte die Plätze zwei und drei, wobei Verstappen etwas schneller war als Teamkollege Ricciardo: Dem Niederländer fehlten lediglich 0,074 Sekunden auf Vettel, bei Ricciardo waren es 0,227 Sekunden. Rang vier ging an Kimi Räikkönen (+ 0,319) im Ferrari.

Mercedes überließ die Zeitenjagd der Konkurrenz: Während die anderen Siegerteams ihre Zeiten auf 'ultrasoft' markierten, waren die "Silberpfeile" mit den härteren Softpneus unterwegs, weshalb es daher bei den Plätzen fünf für Hamilton (+ 0,753) und sechs für Bottas (+ 1,034) blieb.

Erster Verfolger der Topteams war einmal mehr Haas in Person von Romain Grosjean, der Siebenter wurde. Dass es im Mittelfeld eng werden könnte, zeigt die Tatsache, dass alle weiteren Plätze in den Top 10 von unterschiedlichen Teams belegt wurden: Carlos Sainz junior (Renault) wurde Achter, Pierre Gasly (Toro Rosso) Neunter und Esteban Ocon (Force India) Zehnter.

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