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Strafpunkte: Grosjean droht Rennsperre

Romain Grosjean wird beim Grand Prix von Mexiko wegen der Austin-Kollision mit Leclerc strafversetzt. Nächste Sanktion: Rennsperre?

Wieder ein Unfall von Romain Grosjean – und wieder wurde der Franzose schuldig gesprochen: Der Haas-Pilot wird beim Grand Prix von Mexiko in der Startaufstellung um drei Plätze nach hinten versetzt, nachdem er auf dem Circuit of the Americas in Austin Charles Leclerc in der ersten Runde ins Heck gefahren war. Beide Fahrer schieden aus: Grosjean auf der Stelle, Leclerc musste seinen Sauber wenig später abstellen.

Für Grosjean vielleicht noch schlimmer: Mit der erneuten Strafe ist sein Strafpunktekonto zweistellig geworden, womit er nur noch zwei Punkte von einer möglichen Rennsperre entfernt ist. Vor ihm hatte das bisher nur Daniil Kvyat einmal geschafft. Nach dem Mexiko-Rennen wird sein Konto allerdings wieder auf neun Punkte schrumpfen, weil ein Punkt verjährt, aber an diesem Wochenende sollte er sich nichts zuschulden kommen lassen.

Er redete auch nicht drum herum, sondern nahm den Fehler auf seine Kappe: "Ich lag mit Charles und Esteban [Ocon; Anm.] im Clinch. Vor Kurve zwölf habe ich früh gebremst, weil ich hinter ihnen lag. Ich wollte eigentlich gar kein Risiko eingehen, aber dann bin ich in einer Luftverwirbelung gelandet und konnte nicht mehr ordentlich verzögern. Ich habe noch versucht, eine Kollision so gut es geht zu verhindern, aber Charles hat sich schon darauf konzentriert, gut aus der Kurve herauszubeschleunigen, und so habe ich ihn getroffen. Es tut mir leid für Charles und mein Team. Es war unser Heimrennen, da wollten wir uns eigentlich gut schlagen."

Ein mittleres Vergehen beim Grand Prix von Mexiko, und Grosjean müsste am Ende der Saison zuschauen. Muss Haas-Teamchef Günther Steiner nun schon nach einem Ersatzfahrer suchen? Der verneint: "Sagen wir es so: Ich lege mir keine Bandage an, wenn ich kein Loch im Kopf habe." Er will sich mit diesem Szenario also noch nicht auseinandersetzen.

"Wenn ich jetzt anfangen würde, mich mit Dingen zu beschäftigen, die passieren könnten, hätte ich verdammt viel zu tun", sagte er weiter, "aber wir sind für alle Eventualitäten gerüstet. Es gibt genug Leute, die ich anrufen könnte." Den Unfall kommentierte er so: "Ich habe mir das nicht im Detail angesehen. Meines Erachtens hatten beide Schuld. Da hat keine Absicht oder Dummheit hintergesteckt. Ich müsste mir das nochmal anschauen."

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