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Grand Prix von Österreich

Grosjean über erste Punkte erleichtert

Romain Grosjean konnte in Spielberg mit Rang vier eine beispiellose Negativserie beenden – 22 Zähler bestes Teamergebnis für Haas.

Zwölf Rennen lang, seit dem Grand Prix von Japan 2017, musste Romain Grosjean auf ein Erfolgserlebnis warten, doch Rang vier beim Rennen in Spielberg war für den Franzosen das Ende einer Pleiteperiode, die von Missgeschicken, Fehlern und Pech begleitet wurde. "Das war genau das, was wir brauchen", sagte er im Anschluss. Für ihn war es extrem wichtig, die Negativspirale zu stoppen und eine positive Phase zu beginnen.

Grosjean ist in den vergangenen Wochen enorm unter Druck gestanden. Obwohl Haas ein gutes Auto konstruiert hat, war sein Punktekonto bis zum Sonntag leer, die Fehlerbilanz aber voll: In Baku verlor er beim Aufwärmen der Reifen hinter dem Safety Car die Kontrolle über seinen VF-18, in Barcelona war er an einem Startunfall beteiligt, in Le Castellet crashte er im Q3 und kollidierte am Start mit Esteban Ocon.

"Er setzt sich manchmal selbst zu sehr unter Druck", sagte Teamchef Günther Steiner vor dem erlösenden Rennen in Spielberg. "Das muss er eigentlich nicht tun, weil er schon gute Resultate hatte und uns nichts mehr beweisen muss. Er ist nun im dritten Jahr bei uns, und wir vertrauen ihm. Er weiß das aber selber, dass er manchmal etwas zu viel will."

Grosjean selbst verglich seine Situation mit 2012, als er nach einer Reihe von Missgeschicken sogar für ein Rennen gesperrt wurde, und meinte, dass es damals als Lotus-Pilot härter gewesen sei als jetzt, denn der Haas-Rennstall sei auch in schwierigen Zeiten hinter ihm gestanden. "Als alle gefragt haben: 'Tauscht ihr Grosjean aus?' und so weiter, wusste das Team, dass wir zwei tolle Saisonen hatten", sagte der Franzose.

Ins gleiche Horn stieß auch Teamchef Steiner. Er betonte, dass Grosjean zwei Jahre lang eine gute Leistung für das Team erbracht habe. "Wir wussten, dass er wieder zu dem Romain werden würde, der er im vergangenen Jahr war", sagte der Südtiroler. "Wir haben darüber gesprochen und gesagt: 'Mach einfach so weiter, dann wird es schon werden.'"

Steiner fürchtete sogar einen psychologischen Knick bei seinem Piloten, kann jetzt aber aufatmen: "Er weiß jetzt selbst, dass er nur hart arbeiten muss, dann kann er Punkte holen." Grosjean selbst betonte jedoch, nie an Selbstvertrauen verloren zu haben. Trotzdem ist er nach Rang vier erleichtert und freut sich für seine Teamkollegen: "Sie haben ein so gutes Resultat verdient, nachdem sie so hart gearbeitet haben, die Autos fertig zu machen und nach den Unfällen zu reparieren."

Rang vier ist nicht nur das beste Einzelresultat der Teamgeschichte, Kevin Magnussen machte zudem mit Rang fünf das beste Gesamtergebnis für das junge Team perfekt. In der Konstrukteurs-WM schob man sich dadurch an Force India und McLaren vorbei auf Rang fünf.

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