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Grand Prix von Spanien

Ferrari: Ende der Qualifying-Dominanz

Im Qualifying des Spanien-Grand-Prix am Samstag mussten sich Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen als Dritter und Vierter Mercedes geschlagen geben.

Der Deutsche war mit 0,132 Sekunden Rückstand auf Tuchfühlung mit Pole-Setter Lewis Hamilton, der Finne (+0,439 Sekunden) deutlich weiter zurück. Sowohl bei Vettel als auch bei Räikkönen haperte es zu Beginn des dritten Qualifying-Abschnitts. Grund war die Supersoft-Mischung von Pirelli. "Im ersten Versuch habe ich mich in Kurve 1 verbremst. Der erste Sektor war langsam.

Auf den Reifen habe ich mich nicht wohlgefühlt", sagt Vettel, der danach auf Soft wechselte - richtige Entscheidung, auch wenn es für die Pole nicht reichte.
Denn der härtere Pneu hätte ihm besser gefallen, so Vettel. Er sei mit dem Auto und seiner zweiten Runde glücklich, zumal er Platz drei "ohne groß zu attackieren" herausgefahren hätte. "Wir hatten damit gerechnet, dass Mercedes stark sein würde. Und das haben wir erlebt - Hut ab", meint er und wundert sich nicht über das Comeback der Silberpfeile - sondern vielmehr darüber, dass Hamilton und Valtteri Bottas seit dem Bahrain-Rennen überhaupt solche Probleme in den Qualifyings hatten.

Kimi Räikkönen, der im ersten Q3-Versuch einen Fahrfehler gemacht hatte und ihn auf seine Kappe nahm, ging ebenfalls von Supersoft auf Soft. Er verbesserte sich vom siebten auf den vierten Rang. "Ich wollte nach den Patzern einfach etwas anderes ausprobieren, denn zuvor in Q2 hatte er sich gut angefühlt", sagt er und spricht trotz seines großen Rückstandes von einer "beinahe idealen" Runde. Er sei trotzdem etwas enttäuscht. "Aber es hätte auch viel schlechter laufen können", so Räikkönen.

Warum auf beiden Ferraris Soft schneller war als Supersoft, kann Vettel sich nicht erklären: "Ich wünschte ich könnte es", rätselt er und bringt die niedrigeren Außentemperaturen im Vergleich zu Freitag ins Spiel, aber auch die Konstruktionsweise der speziellen Pneus für Barcelona, Le Castellet und Silverstone. Sie sind mit einer schmaleren Lauffläche ausgestattet, um möglichem Überhitzen entgegenzuwirken: "Weil der Reifen dünner ist, ist er unter dem Strich auch härter", weiß Vettel.

Während der Heppenheimer das Argument nicht überstrapazieren will, ist Räikkönen überzeugt, ein anderes Produkt gefahren zu haben als in den vergangenen Wochen. "Es hat sich etwas geändert - oder zumindest waren die Reifen nicht so wie bei den jüngsten Rennen", betont er die Unterschiede.

'RTL'-Experte Timo Glock glaubt, dass Vettel trotz seiner Ausgangsposition noch "sehr, sehr gute" Chancen auf den Rennsieg hätte. Er verweist auf den langen Weg zur ersten Kurve: "Der Windschatten wird eine große Rolle spielen und wir wissen, dass der Ferrari immer sehr gut startet", argumentiert Glock.

"Die Longrun-Pace war in meinen Augen bei Ferrari besser als bei Mercedes."
Auch Vettel hält Startplatz drei für "nicht so schlecht" und glaubt, dass sich wegen der unklaren Reifensituation über die Strategie Chancen ergeben könnten. "Ich muss natürlich schauen, wie der Start ist und wie sich das Rennen entfaltet, aber dann haben wir alle Optionen."

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