Formel 1

Inhalt

Grand Prix von Großbritannien

Strömungsabriss & Flügel-Rückbau: Start aus der Boxengasse!

Williams beim Heim-GP desaströs und peinlich: Nach mehrfachem Strömungsabriss wurde das Auto über Nacht "zurückgebaut" - die beiden Bezahlfahrer starten nun aus der Boxengasse...

Nach einem desaströsen Qualifying werden die Williams-Piloten Lance Stroll und Sergei Sirotkin beim Heimrennen des Teams in Silverstone aus der Boxengasse starten. Das Team hat von Samstag auf Sonntag die Heckflügel an beiden FW41 getauscht, um erneute Ausritte im Rennen zu verhindern - das macht einen Start aus der Boxengasse notwendig.

Beide Fahrer erlebten ein enttäuschendes Zeittraining. Stroll landete bereits fünf Minuten nach Beginn des Q1 im Kiesbett, wenig später flog auch Teamkollege Sirotkin ab. Auffallend: Beide Piloten waren kurz zuvor jeweils mit offenem DRS unterwegs. Das lässt die Vermutung zu, dass ein Strömungsabriss nach dem Deaktivieren des DRS am Heckflügel die Unfälle verursacht hat. Williams hatte einen überarbeiteten Heckflügel zum Heimrennen gebracht.

Zwar konnte Sirotkin nach seinem Ausritt noch eine Zeit setzen, diese reichte aber nur für den 18. Platz, Stroll musste nach seinem Zwischenfall aufgeben. Nach dem Qualifying stand sogar ein Rückzug des Teams vom Rennen zur Debatte. Doch nach einer intensiven Analyse der Ingenieure konnte der Grund für die unerwarteten Unfälle gefunden werden: Der neue Heckflügel verursachte die Probleme im Zusammenspiel mit dem Unterboden. Daher entschied man sich dazu, auf den altbewährten Heckflügel zu wechseln. In diesem Zusammenhang wurden auch einige andere Teile an den Autos getauscht.

Beide Fahrer werden nun aus der Boxengasse starten müssen, da die Parc-ferme-Regelung gebrochen und an den Autos nach dem Qualifying noch geschraubt wurde. Williams-Technikchef Paddy Lowe erklärte am Samstag: "Wir haben ein paar neue Teile ans Auto gebracht und müssen damit noch mehr Arbeit verrichten. Wir haben unregelmäßig auftretende Probleme mit dem Strömungsabriss am Unterboden, was nur mit dem DRS zusammenhängt", gibt er zu. Die Strömung kehrt in den Kurven nach den DRS-Zonen nicht schnell genug wieder in den Normalzustand zurück, beschreibt der Brite.

Williams könne nur darauf schließen, dass die Probleme durch die neuen Entwicklungen am Auto ausgelöst wurden, obwohl man diese Teile ordentlich eingeführt habe und im zweiten Freien Training noch ein stabiles Auto vorfinden konnte, berichtet Lowe. Das "Phänomen", das am Samstag aufgetreten ist, habe er "zuvor noch nie gesehen" am Williams - oder einem anderen Auto.

Sirotkin und Stroll werden nicht die einzigen Piloten sein, die aus der Boxengasse starten werden: Nach seinem heftigen Abflug im dritten Training wird auch Brendon Hartley das Rennen aus der Boxengasse aufnehmen müssen. An seinem Toro Rosso wurde das Chassis gewechselt. Er wird hinter den Williams stehen, weil er am Zeittraining gar nicht teilnehmen konnte.

Drucken
Was war/ist los mit Hamilton? Was war/ist los mit Hamilton? Wurz zum Asphalt-Skandal Wurz zum Asphalt-Skandal

Ähnliche Themen:

09.07.2018
GP von Großbritannien

Der britische Mercedes-Pilot teilt mit, die Entschuldigung Räikkönens anzunehmen und dessen Rammstoß als Rennunfall zu betrachten.

01.07.2013
GP von Großbritannien

Die vielen Reifenschäden verlangen eine rasche Lösung, denn nächsten Sonntag soll in Deutschland gefahren werden. Kommen jetzt 2012er-Reifen?

Grand Prix von Großbritannien

+ Nachberichte

+ Sonntag

Samstag

+ Freitag

Alle Messe-Infos Vienna Autoshow 2019: Vorschau

Rund 400 Neuwagen von 40 Automarken präsentieren sich bei Österreichs größter Autoshow in der Messe Wien vom 10. bis 13. Jänner 2019.

2,7 Millionen Porsche Classic: 911 Turbo Typ 993

Ein Porsche 911 Turbo Classic Series auf Basis einer Original-Rohkarosserie des Typs 993 erzielte einen Versteigerungserlös von 2.743.500 Euro.

Motorrad-Fieber EICMA: Die coolsten Zweirad-Neuheiten

Auf der Motorradmesse EICMA in Mailand präsentieren Motorradbauer aus aller Welt ihre Neuheiten. Wir zeigen die interessantesten Exemplare.

Oberklassen-Komfort Facelift Renault Kadjar - erster Test

Bei Renault wurde aktuell das Mittelklasse-SUV Kadjar in Facelift-Kur genommen, das vor drei Jahren zum ersten Mal in die Verkaufsräume rollte.