Formel 1

Inhalt

Grand Prix der USA

Verstappen: „Zur Hölle mit ihm“

Max Verstappen hat Lewis Hamilton für dessen Verhalten in Q2 scharf kritisiert, weil dieser den Ehrenkodex der Piloten verletzt hatte.

Hamilton hatte Verstappen und Daniil Kwjat auf der Outlap überholt und wäre dabei fast mit dem Red Bull kollidiert, als dieser sich dafür rächen wollte. Die inoffizielle Vereinbarung zwischen den Piloten lautet, dass sie sich nicht gegenseitig überholen, wenn sich die Fahrer auf ihre schnelle Runde vorbereiten und im letzten Sektor langsam machen, um Platz zum Vordermann zu lassen.

"Aber Lewis ist einfach vorbeigefahren, als ob es ihn nicht interessiert. Ich weiß nicht, was es ist: Arroganz oder so ...", schimpft der Niederländer über den Mercedes.

Verstappen wurde am Eingang der schnellen Dreifach-Rechtspassage von Hamilton überholt, wollte sich das aber nicht bieten lassen. "Ich habe dann zu mir gesagt: Wenn er mich überholt, dann zur Hölle mit ihm. Wenn du mich ruinierst, ruiniere ich dich auch. Und natürlich hat er es zurück gekriegt."

Der Red-Bull-Pilot setzte auf der Innenseite von Kurve 19 zum Gegenschlag an, doch in dem Moment wollte Hamilton auch noch Kwjat überholen, sodass es beinahe zur Kollision gekommen wäre, wenn Verstappen nicht innen über den Randstein gefahren wäre.

Doch als der Mercedes dann vor der letzten Kurve langsam machte, um Platz zu lassen, setzte sich Verstappen aus Prinzip wieder vor ihn. "Lewis fucked us all", war seine Reaktion am Funk, "von daher ist es sein fucking Problem, was passiert ist." Denn weil auch noch Kwjat wieder vorbeifuhr, musste Hamilton fast abstoppen, bevor er seine Runde beginnen konnte.

"Ich habe einfach versucht, die Temperatur in meinen Reifen zu halten. Alle sind so langsam gefahren, also musste ich einfach weiterfahren", wehrt sich der Brite und betont: "Es gibt keine Regel, die besagt, dass man hintereinander herfahren muss. Also bin ich gefahren und er hat dann angefangen, gegen mich Rennen zu fahren."

Eine schriftlich fixierte Regel gibt es tatsächlich nicht, doch eigentlich ist es ein Gentlemen's Agreement, dass man sich nicht gegenseitig stört. "So etwas macht man einfach nicht", schimpft Verstappen, "denn am Ende ist keiner damit glücklich".

Für Verstappen und Hamilton hatte es keine Auswirkungen, denn beide hatten ohnehin schon eine Zeit gefahren, die gut genug für Q3 war. Kwjat wollte sich hingegen mit seiner anstehenden Runde noch qualifizieren - und scheiterte. "Ich weiß nicht, was sie da getrieben haben", hadert er. "Es war ziemlich dumm. Na gut, vielleicht nicht dumm, aber unnötig", so der Toro-Rosso-Pilot.

"Am Ende war es einfach für uns alle drei ein Chaos und hat unsere Runden beeinträchtigt. Ich musste meine Runde mit sehr kalten Reifen beginnen", sagt er und kritisiert Hamilton: "Normalerweise hat man eine Ordnung, aber einige Fahrer respektieren diese nicht - und dann passiert dieses Schlamassel."

"Ihm ist es egal, weil es Q2 ist und er schon um Längen in Q3 ist. Aber für mich war das ein Problem", so Kwjat. "Er wollte Erster sein, hat die Runde dann aber hinter uns beiden begonnen, von daher verstehe ich nicht, was das sollte."
Die Rennkommissare befanden den Vorfall jedoch für nicht untersuchungswürdig.

Drucken
Leclerc im Pech Leclerc im Pech Hamilton begeht Fahrfehler Hamilton begeht Fahrfehler

Ähnliche Themen:

02.10.2016
GP von Malaysia

Erst „Fragen an Mercedes“, dann emotionale Geste: Hamilton stellt sich in seiner Presserunde hinter das Team und dementiert Verschwörungen. » Fotos

02.10.2016
GP von Malaysia

Untersuchung der Rennleitung: Sebastian Vettel kracht am Start von Malaysia in Landsmann Rosberg - Verstappen schimpft am Funk: „Wie ein Idiot“.

19.03.2014
Melbourne: Tops/Flops

Top waren Rosberg, Magnussen/McLaren, Kvyat/STR, Ricciardo und Williams. Flops lieferten RBR, Perez und Lotus. Extra-Flop: Der Motoren-Sound!

Grand Prix der USA

+ Samstag

Sonntag

+ Nachberichte

Molto potente Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio - im Test

Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio: eine Mittelklasse-Limousine mit reichlich Power, betörenden Formen, aber auch Reisequalitäten. 510 PS im Test.

Legenden-Treffen Dorotheum: Oldtimer-Auktion in Salzburg

Das Dorotheum versteigert am 19. Oktober 66 wertvolle Top-Klassiker wie Lancia Rallye 037 Evo, Mercedes-Benz 300 SL oder Ferrari F40.

Motorrad-WM: News Álex Márquez: Aufstieg in die MotoGP-WM

Das Honda-Werksteam hat Moto2-Weltmeister Álex Márquez als Nachfolger für Jorge Lorenzo benannt, der Teamkollege seines Bruders wird.

Origami-Optik Facelift für den Toyota C-HR - erster Test

Das City-SUV Toyota C-HR erhielt im Zuge eines Facelifts mehr Ausstattung und einen kräftigeren Hybridantrieb mit einer Systemleistung von 184 PS.