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Grand Prix der USA

Verstappen Schnellster im 3. Training

Max Verstappen hat sich im dritten Freien Training des Grand Prix der USA in Austin, Texas, die Bestzeit gesichert.

Der Red-Bull-Pilot meisterte den Circuit of The Americas in 1:33.305 Minuten und verwies Sebastian Vettel (Ferrari) und Lando Norris (McLaren) um 0,218 beziehungsweise 0,513 Sekunden auf die Plätze.

Einen echten Schock gab's für Charles Leclerc. Der Monegasse hatte gerade seine erste Runde absolviert, da blieb er - mit Qualm aus Airbox und Heck - auch schon stehen. Nach einer Viertelstunde war die Session gelaufen. Bitter: Jene Antriebseinheit, die für FT3 eingebaut war, hätte auch im Qualifying gefahren werden sollen.

Seitens Ferrari gibt es noch keine konkreten Informationen dazu, ob ein neuer Motor eingebaut werden muss (was eine Grid-Strafe bedeuten würde) oder ein gebrauchter verwendet werden kann. Die Mechaniker begannen noch während der Session mit der Arbeit - rein zeitlich sollte die Reparatur des Öl-Lecks also zu schaffen sein.

Immerhin zeigte Vettel, dass der Ferrari läuft, während Mercedes nach der Freitagsbestzeit durch Lewis Hamilton nicht überzeugen konnte. Lewis Hamilton fehlten auf P5 0,618 Sekunden auf die Spitze - der Weltmeister war um ein paar Tausendstelsekunden langsamer als sein Teamkollege Valtteri Bottas.

Woran das liegt, ist unklar. Fest steht: Die Bedingungen sind anders als am Freitag. Erstens ist es wärmer geworden, zweitens hat der Wind gedreht. Im kurvenreichen ersten Sektor haben die Autos nun Gegenwind. Das unterstützt den Grip. Verstappen holte die zwei Zehntelsekunden, die er am Ende schneller war, just in jenem ersten Sektor.

Aber Mercedes-Teamchef Toto Wolff macht in seiner Trainingsanalyse keinen übermäßig besorgten Eindruck: "Wir haben mit dem Auto nicht das Optimum erreicht und wir haben auch noch ein bisschen Motorleistung im Köcher. Ich bin optimistisch für das Qualifying", so der Österreicher gegenüber 'Sky'.

Die große Überraschung lieferte Norris auf P3 ab, mit nur einer halben Sekunde Rückstand. Ein Bluff? "Es war eine gute Runde", winkt McLaren-Boss Zak Brown gegenüber 'Sky' ab. "Sein zweiter und dritter Sektor waren sehr stark. Aber es ist nur Training. Wir sollten am Boden bleiben. Unwahrscheinlich, dass wir Mercedes schlagen."

Positiv: Norris' Teamkollege Carlos Sainz wurde hinter Alexander Albon (Red Bull/+0,678) Siebter - hatte aber bereits 1,103 Sekunden Rückstand auf die Verstappen-Bestzeit. Kimi Räikkönen (Alfa Romeo), Pierre Gasly (Toro Rosso) und Daniel Ricciardo (Renault) komplettierten die Top 10. Rückstand von Nico Hülkenberg (11./Renault) auf P7: 0,376 Sekunden.

Ganz hinten fällt diesmal auf, dass Sergio Perez (Racing Point) sogar langsamer war als die Williams-Piloten. Er muss aufgrund einer Strafe ohnehin aus der Boxengasse starten und hat sich daher komplett auf den Renntrimm konzentriert. Außerdem baute Racing Point dem Mexikaner noch eine neue Power-Unit ein, weil die Strafe dafür ohnehin keinen Unterschied macht.

Aufruhr gab es zu Beginn der Session an der Box von Red Bull. Die Ingenieure zeigten FIA-Inspektor Jo Bauer einen gebrauchten Hard-Reifen von Freitag, der über Nacht durch die Kälte rissig wurde. Weil Red Bull nur einen Satz Hard pro Auto zur Verfügung hat, bittet man die FIA darum, den beschädigten Reifen austauschen zu dürfen.

Favorit auf die Pole in Austin ist nun wohl Vettel, dessen Ferrari-Team in Q3 normalerweise mehr Leistung freigeben kann als Honda (für Verstappen). Sollte Mercedes herausfinden, warum man im Vergleich zu Freitag so zurückgefallen ist, könnten aber auch die Silberpfeile in der Entscheidung ein Wörtchen mitreden.

In Q3 geht's dann übrigens nicht nur um den schieren Speed, sondern auch um das Meistern der Bodenwellen - die waren am Freitag Gesprächsthema Nummer 1 im Paddock. Und es wird wichtig sein, die "Track-Limits" in der vorletzten Kurve einzuhalten. Vettel verlor wegen eines Verstoßes dagegen in FT3 zwischenzeitlich seine schnellste Runde ...

Qualifying Qualifying Pirelli-Reifentest Pirelli-Reifentest

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