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Grand Prix von Abu Dhabi

Serverausfall blockiert DRS

Die Rennleitung äußert sich nun zum peinlichen Zwischenfall im Rahmen des Grand Prix von Abu Dhabi.

Im Normalfall wird DRS in der Formel 1 ab der dritten Runde eines Rennens freigeschaltet. In Abu Dhabi gab es die Überholhilfe allerdings erst ab der 18. Runde. Ein technisches Problem sorgte für die Verzögerung. Doch was genau passierte am Sonntag hinter den Kulissen? "Der Datenserver ist abgestürzt", liefert Rennleiter Michael Masi nun eine Erklärung für die Panne.

"Es ist ein bisschen wie Kreisliga hier", ätzte Sebastian Vettel nach dem Rennen. Laut Masi war eine komplette Deaktivierung des Systems jedoch noch die beste Lösung in dieser Situation. "Wenn nur ein Auto ein Problem hat, dann ist das natürlich viel leichter zu überwachen", erklärt er. Am Sonntag habe es sich allerdings um ein globales Problem gehandelt.

"Wenn es aber 20 [Autos] sind, dann wäre es quasi unmöglich gewesen, den Überblick zu behalten. Die Entscheidung war daher leicht. Wir haben es einfach abgeschaltet und es dabei belassen", so Masi, der zu diesem Zeitpunkt nur Schadensbegrenzung betreiben konnte. Denn was wäre passiert, wenn man DRS nicht für alle Fahrer abgeschaltet hätte?

"Ich möchte lieber gar nicht darüber nachdenken", sagt Masi, der damit andeutet, dass es womöglich ein großes Chaos gegeben hätte. Weil das Problem beim Versenden des DRS-Signals an die Autos bestand, konnte man nicht garantieren, dass jeder Fahrer auch wirklich ein Signal bekam und DRS aktivieren konnte. Einige Piloten hätten deshalb einen Nachteil haben können.

Daher entschied sich die Rennleitung dazu, das System komplett abzuschalten. Man habe es erst wieder aktiviert, als man "zu 100 Prozent sicher" gewesen sei, dass das System läuft und korrekte Daten ausgibt, erklärt Masi und ergänzt: "Wir wollten kein Risiko eingehen, bevor wir sicher waren." Deswegen habe man vor der Aktivierung "verschiedene Checks" durchgeführt.

Das sorgte dafür, dass es bis zur 18. Runde dauerte, ehe man sich traute, das System wieder freizugeben. Der Wechsel auf ein Back-up-System war laut Masi keine Option. "Es gibt ein Back-up", verrät er. "Aber zunächst einmal muss man identifizieren, was das erste Problem war", stellt er klar. Offenbar hatte man die Sorge, dass auch das Back-up nicht zuverlässig arbeiten könnte.

Außerdem erklärt Masi, dass der Wechsel auf ein Back-up nicht reibungslos sei. Auch hier hätte man also wohl etwas Zeit gebraucht. Stattdessen entschied man sich dazu, das ursprüngliche System wieder ans Laufen zu bringen. Das funktionierte anschließend bis zum Rennende auch problemlos. Zumindest sind keine weiteren Pannen bekannt.

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