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Grand Prix von Aserbaidschan

Renault in Baku erschreckend langsam

Baku war für Renault bisheriger Tiefpunkt der Saison: Hülkenberg kam überhaupt nicht in Fahrt, Ricciardo reversierte sich ins Aus.

In Aserbaidschan ging Renault im vierten Saisonrennen bereits zum zweiten Mal komplett leer aus, doch während man in Bahrain vor dem Doppelausfall wenigstens in den Punkten lag, verlief fast das ganze Baku-Wochenende enttäuschend. Vor allem bei Nico Hülkenberg klappte gar nichts, und Daniel Ricciardo warf seine Chance auf Punkte bei einer kuriosen Kollision mit Daniil Kvyat weg.

"Es lief nicht so gut", seufzte Hülkenberg, der am Sonntag nur als 14. und damit weit weg von den Punkterängen ins Ziel kam. Hinter ihm landeten nur noch die beiden Williams-Piloten - für ein Werksteam wie Renault eine Katastrophe. Das weiß auch der Deutsche: Er habe überhaupt keine Pace gehabt und sei wirklich langsam gewesen. "Ich habe keine Lösung dafür", zuckte er die Schultern.

"Ich hatte den Eindruck, dass ich alles gegeben habe und ziemlich hart und gut gefahren bin, aber wenn man die Pace der anderen und meine vergleicht, war ich nirgendwo. Ich bin mir nicht sicher, was dieses Wochenende passiert ist", grübelte er, denn eigentlich war Renault in dieser Saison bisher meist im vorderen Mittelfeld dabei. In Baku war davon vom ersten Tag an nichts zu sehen.

Teamchef Cyril Abiteboul sollte nach Jahren der Stagnation schön langsam unter Druck stehen. Er erklärte: "Es war ganz eindeutig ein schlechtes Wochenende. Seit dem ersten Training haben wir nie unsere Pace gefunden, obwohl wir über Nacht große Änderungen am Auto vorgenommen haben." Im Qualifying war Hülkenberg bereits im Q1 ausgeschieden; am Sonntag sei zumindest Ricciardos Tempo halbwegs akzeptabel gewesen.

"Bei Nico war das aber nie der Fall", so Abiteboul. Tatsächlich hätte Ricciardo vermutlich noch einen oder zwei Punkte geholt, wenn es den Kvyat-Zwischenfall nicht gegeben hätte, doch auch der Australier gestand: "Das gesamte Wochenende lang waren wir nicht wirklich auf der Pace. Daher wäre eine Aufholjagd bis in die Punkte eine gute Schadensbegrenzung gewesen. Deshalb bin ich sehr traurig, dass mir das nicht gelungen ist."

So oder so war es für Renault das schlechteste Wochenende der bisherigen Saison. "Es war nur eines von 21 Wochenenden", gab sich Hülkenberg dennoch zuversichtlich und erklärte: "Ich hoffe, dass es einfach eines dieser mysteriösen Wochenenden war." Für ihn persönlich ist Baku ohnehin keine Glücksstrecke. Bei der Premiere 2016 wurde er noch Neunter, seitdem hat er dort nie wieder gepunktet.

"Insgesamt war der erste Teil der Saison enttäuschend", gestand Abiteboul. Hülkenberg bzw. Ricciardo wurden in Australien bzw. Bahrain jeweils Siebenter, die beiden einzigen Top-10-Ergebnisse. Für einen Rennstall mit den Ansprüchen von Renault muss das viel zu wenig sein. Abiteboul sieht daher den Auftakt zur "Europasaison" in Barcelona als Gelegenheit für einen Neustart.

"Wenn wir es schaffen, alle Dinge zusammenzubringen, können wir ein ordentliches Niveau erreichen. Das haben wir bereits mehrfach gezeigt", gab er sich kämpferisch. In Baku war das auf alle Fälle nicht so. Das hat sich auch in der WM bemerkbar gemacht: Renault ist von Platz vier auf sieben abgerutscht. McLaren, Racing Point und auch Sauber (Alfa) sind am schwächsten Werksteam vorbeigezogen.

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