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Grand Prix von Belgien

Ferrari dominiert den Freitag

Am Vormittag Sebastian Vettel, am Nachmittag Charles Leclerc - Ferrari dominiert den Freitag. Erwartet wird dennoch ein spannender Kampf...

Ferrari hat auf der Powerstrecke in Spa-Francorchamps erwartungsgemäß den Ton angegeben. Trotzdem könnte der Grand Prix von Belgien eine spannende Angelegenheit zwischen allen drei Top-Teams werden. Das ist die Erkenntnis des sonnigen ersten Trainingstags, der mit einer Bestzeit von Charles Leclerc (1:44.123 Minuten) endete.

Nachdem Sebastian Vettel am Vormittag Bestzeit aufgestellt hatte, legte Leclerc am Nachmittag zu und gewann das Duell gegen den deutschen Vorjahressieger um 0,451 Sekunden. Vettel war neben Alexander Albon (Red Bull) der einzige Fahrer, der seine FT1-Zeit in FT2 nicht verbessern konnte.

Ganz repräsentativ ist das Freitagsergebnis allerdings nicht. Erstens: Vettel machte auf seiner schnellen Runde einen Schnitzer in der Bus-Stop-Schikane, ansonsten wäre er möglicherweise näher dran gewesen. Zweitens: Die Zeiten sind kaum schneller als 2018. Das lässt den Schluss zu, dass das eine oder andere Team noch nicht alle Karten aufgedeckt hat.

Zum Beispiel Red Bull mit "Lokalmatador" Max Verstappen: "Das Auto fühlte sich nicht schlecht an. Im zweiten Sektor sind wir konkurrenzfähig. Aber ich hatte den ganzen Tag nicht die volle Power, die wir normalerweise an einem Freitag fahren", berichtet der 21-Jährige.

Verstappen wurde letztendlich Sechster, mit 1,271 Sekunden Rückstand. Die Motorenprobleme lassen sich über Nacht beheben. Trotzdem sieht er sich nicht in der Favoritenrolle: "Ich glaube nicht, dass wir Ferrari schlagen können. Aber wir können nahe rankommen."

Bei den abschließenden Longrun-Simulationen, am Freitag traditionell die wichtigste Übung für die Teams, war Verstappen aber voll konkurrenzfähig und teilweise sogar deutlich schneller als die Ferrari-Fahrer. Auch Mercedes konnte gut mithalten, als mehr Benzin im Tank war.

Nur auf eine schnelle Runde scheint Ferraris Vorsprung sehr solide zu sein. Besonders im ersten Sektor mit den langen Geraden und der Senke Eau Rouge ist Ferrari unantastbar. Im kurvenreichen zweiten Sektor sieht das Bild ganz anders aus. Da gewinnen Red Bull und Mercedes Zeit.

Fehlerfrei meisterte Alexander Albon seinen ersten Tag im Red-Bull-Overall. Während Pierre Gasly bei Toro Rosso hinter Daniil Kwjat blieb, hätte der Thailänder Verstappen im ersten Training beinahe geschlagen. Im zweiten fehlten dann doch 0,4 Sekunden. Unterm Strich sicherte er sich den siebten Platz im Freitagsklassement, nach insgesamt 40 Runden.

Albon hilft paradoxerweise, dass er von Gasly eine Motorenstrafe geerbt hat und sich daher relativ frei von Qualifying-Druck auf das Rennwochenende einstellen kann. Der Zeitabstand war groß, zumal Verstappens Runde nicht perfekt war. Aber erstens ist es sein erstes Wochenende in einem neuen Team, und zweitens ist Spa die längste Strecke des Rennkalenders.

Der Thailänder selbst spricht von einem "reibungslosen Tag" und einem "guten Start" - und lächelt dabei, ganz wie man ihn kennt: "Ich fühle mich direkt zu Hause, die Jungs sind nett zu mir. Aber das Auto ist schon komplett anders. Es dauert ein bisschen, mich daran zu gewöhnen", gibt er zu.

Jenseits der drei Topteams war Racing Point die große Überraschung des Freitags. Lance Stroll fiel nach P7 in FT1 zwar auf den neunten Platz der Tageswertung zurück, dafür belegte aber Sergio Perez in FT2 den fünften Platz. Rückstand: 0,994 Sekunden auf Leclerc, aber nur eine Zehntelsekunde auf Hamilton. Und die Longrun-Zeiten waren nicht minder beeindruckend.

Am Ende der Session dann aber ein herber Rückschlag für das Team, das an diesem Wochenende erstmals den neuesten Mercedes-Motor einsetzt. Denn zuerst meldete Stroll, dass er an die Box kommt, weil unter seinem Sitz etwas zu brennen scheint - und dann musste Perez auf der Strecke abstellen, weil sein Heck brannte. Das führte zum vorzeitigen Ende des Trainings.

Und sonst? Kimi Räikkönen (Alfa Romeo) scheint trotz Zerrung am Fuß fit zu sein und belegte P8, Daniel Ricciardo wurde Neunter, Nico Hülkenberg (beide Renault) 13. McLaren tut sich auf dem eher schnellen Kurs schwerer als zuletzt auf dem verwinkelten Hungaroring. Und ganz hinten liegen wie immer die Williams.

Albon und Gasly tauschen Albon und Gasly tauschen 1. Fr. Training 1. Fr. Training

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