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Grand Prix von China

Kubica: "Kann dieses Auto nicht fahren"

Robert Kubica wundert sich, dass ausgerechnet seine Rennen so schwach sind, waren diese doch eigentlich immer eine seiner Stärken.

Die gute Nachricht zuerst: Robert Kubica hat alle drei bisherigen Grands Prix der Formel-1-WM 2019 beendet. Die schlechte: Kubica wurde in diesen drei Rennen – unter allen Fahrern, die ins Ziel kamen – jeweils klar Letzter. Selbst Rookie-Teamkollege George Russell zieht dem Polen aktuell regelmäßig davon, während im Qualifying der Unterschied zwischen den beiden Williams deutlich geringer ist.

In Bahrain fehlten Kubica am Samstag vier Hundertstel, in China gar nur 28 Tausendstel auf Russell. Im Rennen war der 34jährige bislang aber regelmäßig langsamer als sein Teamkollege. Kubica selbst wundert sich über seine fehlende Konstanz im Vergleich zum Teamkollegen. "Das ist sogar eine meiner Stärken gewesen, aber jetzt habe ich keine Rennpace", zeigt sich Kubica ratlos.

Als er im vergangenen Jahr den FW41 getestet habe, seien eher die einzelnen schnellen Runden sein Problem gewesen. "Bei den Rennsimulationen hingegen lief es immer sehr gut", berichtet er. In diesem Jahr sei seine Tempo am Sonntag jedoch von Saisonbeginn an im Nirgendwo. Kubica: "Das Gefühl ist viel schlechter, als ich es jemals bei 'long runs' hatte. Ich habe keinen Grip."

"Es ist sehr seltsam", wundert sich Kubica, der vor allem nicht verstehen kann, warum er nicht einmal mit seinem Teamkollegen mithalten kann. Im direkten Vergleich der beiden habe er selbst permanent durchdrehende Räder und verliere das Auto, während ihm Russell problemlos davonziehen könne. "Meine Traktion ist sehr schlecht. Im Debriefing hat George gesagt, dass seine Traktion gar nicht so schlecht war", verrät der Pole.

"Es liegt also nicht nur am Auto, es gibt verschiedene Faktoren. Wir müssen das verstehen", so Kubica. Aktuell tappt er aber wohl noch ziemlich im Dunkeln: "Ich habe wirklich alles versucht. Wenn der Grip oder die Reifentemperaturen niedriger sind, kann ich dieses Auto einfach nicht fahren. Das war im vergangenen Jahr defintiv nicht der Fall."

In der Qualifikation sei das Auto viel besser und habe mehr Grip, im Rennen ist davon aber nichts mehr zu spüren. "Am Freitag war ich mit der Balance und der Fahrbarkeit des Autos ziemlich zufrieden – und dann ist diese Fahrbarkeit verschwunden", sagt Kubica über das China-Wochenende. Das Auto habe Williams seit dem Saisonstart bereits verbessert; wirklich bemerkbar gemacht habe sich das allerdings noch nicht.

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