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Grand Prix von Großbritannien

Zwischenfälle im Silverstone-Training

Valtteri Bottas holte sich am Freitag die Tagesbestzeit, allerdings hatte auch Mercedes wie andere Teams mit Problemen zu kämpfen.

Der neu aufgetragene, noch rutschige Asphalt in Silverstone hat sich im ersten freien Training zum Grand Prix von Großbritannien ausgewirkt: Zahlreichen Piloten widerfuhren während der eineinhalb Stunden Dreher oder Ausritte. Am Ende sorgte Regen dafür, dass auf der Strecke kaum noch Betrieb herrschte.

Die Bestzeit von 1:27,173 sicherte sich in letzter Minute Pierre Gasly (RB Racing), fast eine halbe Sekunde vor Valtteri Bottas (Mercedes) sowie 0,8 Sekunden vor seinem Teamkollegen Max Verstappen und neun Zehntel vor Lewis Hamilton (Mercedes). Dahinter landeten die beiden Ferrari von Leclerc und Vettel auf den Plätzen fünf und sechs. Als Siebenter konnte sich zunächst Renault dank Nico Hülkenberg als erster Verfolger der drei siegfähigen Teams etablieren.

Für die vielleicht kurioseste Szene des Vormittags sorgte Romain Grosjean. Der Haas-Pilot, der am Ende nur 19. wurde, drehte sich kurz vor der Ausfahrt der Boxengasse und streifte dabei seinen Frontflügel ab. Etwas später blieb der Finne Kimi Räikkönen (18.) mit Verdacht auf Motorschaden stehen, der Sauber-Pilot verlor dadurch mehr als die Hälfte der Trainingseinheit.

Im zweiten freien Training am Nachmittag sicherte sich Mercedes dann wieder standesgemäß die Tagesbestzeit. Valtteri Bottas war in 1:26,732 schneller als Lokalmatador Lewis Hamilton, dem aber nur 69 Tausendstelsekunden auf die Spitze fehlten. Zudem gab es beim Finnen Probleme, in deren Folge eine Zündkerze gewechselt werden musste.

Ferrari landete mit dem am Freitag schnelleren Piloten Charles Leclerc (+ 0,197) sowie Sebastian Vettel (+ 0,448) auf den Rängen drei und vier. Der Schnellste des Morgens, Pierre Gasly, holte Platz fünf, sein Teamkollege Max Verstappen wurde Siebenter. Im Mittelfeld hatte diesmal McLaren die Nase vorne, das mit Lando Norris (6.) und Carlos Sainz junior (8.) sogar in Schlagdistanz zu RB Racing lag. Auch Toro-Rosso-Fahrer Alexander Albon als Neunter und Sergio Pérez (Racing Point) landeten in den Top 10.

Renault hat bis zum Qualifying noch Arbeit vor sich, denn am Nachmittag wurden Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg nur 14. und 15. Zudem musste der Australier sein Auto eine Viertelstunde vor dem Ende der zweiten Sitzung ohne Vortrieb abstellen. Ein Problem gab es erneut bei Romain Grosjean (Haas; 18.), der mit einem Hydraulikleck lange Zeit an der Box verbrachte. Auch George Russell (20.) kam kaum zum Fahren, weil sein Williams ein Getriebeproblem hatte.

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