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Grand Prix von Kanada

Ferrari: Binotto schreibt WM schon ab

Teamchef Binotto muss eingestehen, dass Ferrari aktuell nicht mit Mercedes mithalten kann; Vettel widerspricht Rücktrittsgerüchten.

Die Formel-1-WM 2019 ist noch lange nicht vorbei, doch bei Ferrari dürften einige Personen die beiden Titel nach den ersten sechs Rennen bereits abgeschrieben haben. Dazu zählt offenbar auch Teamchef Mattia Binotto, denn in einer Pressemitteilung vor dem Grand Prix von Kanada erklärte er: "Wir wissen, dass wir momentan nicht hinreichend konkurrenzfähig sind. Es werden vorläufig keine Änderungen am Auto mehr erfolgen, die einen signifikanten Einfluss auf jene Probleme haben werden, die wir zu Beginn der Saison hatten."

Vereinfacht könnte man auch sagen: Ferrari ist aktuell nicht schnell genug, um mit Mercedes mitzuhalten, und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern. Mercedes konnte die ersten sechs Saisonrennen gewinnen, die ersten fünf sogar per Doppelsieg. In der Konstrukteurs-WM liegt Ferrari bereits 118 Zähler hinter den "Silberpfeilen", in der Fahrer-WM fehlen Sebastian Vettel 55 Punkte auf Spitzenreiter Lewis Hamilton, umgerechnet mehr als zwei Rennsiege. Ist die WM also bereits entschieden?

Vettel selbst gibt sich kämpferisch und erklärt gegenüber Auto Bild motorsport: "Wir wollen in dieser Saison noch einmal alles versuchen, um die Wende herbeizuführen. Der Grand Prix von Kanada soll der Anfang werden." Tatsächlich sollte der Circuit Gilles Villeneuve der Scuderia etwas besser entgegenkommen als zuletzt der Stadtkurs von Monaco. Als Favorit gilt man in Montréal aber trotzdem nicht.

Auch Binotto selbst hat bereits erklärt, dass Kanada dem SF90 zwar besser passen sollte, nur um gleichzeitig klarzustellen, dass es keine magische Lösung für die bestehenden Probleme geben würde. Im Zuge der Ferrari-Krise werden seit einiger Zeit auch immer wieder Stimmen laut, die behaupten, dass Sebastian Vettel seine Karriere in der Formel-1-WM demnächst beenden könnte.

Der vierfache Weltmeister widerspricht dem jedoch und erklärt, dass er keinesfalls plane, das Handtuch zu werfen. "Ich habe nicht vor aufzuhören", stellte er bei Auto Bild motorsport klar und verriet: "Die Formel 1 macht mir immer noch extrem viel Spaß, und ich habe bei Ferrari noch was zu erledigen." Damit meint der 31jährige wohl den ersehnten WM-Titel mit der Scuderia.

Vettel wechselte 2015 von RB Racing zu Ferrari und verpasste in bislang vier Anläufen stets den Fahrertitel; heuer sieht es nach sechs Rennen ebensowenig danach aus, dass sich das ändern würde. Vettels letzter Rennsieg in der Formel-1-WM liegt mittlerweile schon über neun Monate zurück: Zuletzt stand der Deutsche beim Grand Prix von Belgien Ende August ganz oben auf dem Podest.

Latifi am Freitag im FW42 Latifi am Freitag im FW42 Resultate 1./2. fr. Training Resultate 1./2. fr. Training

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