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Grand Prix von Kanada

Ferrari will Strafe neu bewerten lassen

Ferrari hat zwar keinen Protest gegen die Bestrafung von Sebastian Vettel in Kanada eingelegt, fordert jedoch deren Neuüberprüfung.

Ferrari hat bei der FIA wie angekündigt wegen einer erneuten Überprüfung der Strafe gegen Sebastian Vettel beim Grand Prix von Kanada angefragt. Auf einen möglichen Protest hatte die Scuderia zuvor verzichtet, weil sie meinte, gegen eine Bestrafung während eines Rennens ohnehin kein Einspruch einlegen zu können.

Nun beruft man sich jedoch auf Artikel 14.1.1 des internationalen FIA-Sportgesetzes, wonach man das Recht auf eine nachträgliche Überprüfung habe, sofern man neue Beweise vorlegen kann, die den Rennkommissaren zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht zugänglich waren. Sollte das der Fall sein, müssten sich diese noch einmal mit dem Fall auseinandersetzen. Welche neuen Daten Ferrari nun vorlegen möchte, ist derzeit nicht bekannt.

Die FIA muss zunächst entscheiden, ob die neuen Beweise zulässig und hinreichend für eine Neuüberprüfung sind. Sollte das der Fall sein, wird man sich Ferraris Argumente, wieso die Strafe gegen Sebastian Vettel in Montréal falsch gewesen sein soll, anhören. Der Deutsche erhielt in Kanada eine Fünf-Sekunden-Strafe, nachdem er in Kurve 3 die Strecke verlassen und beim Zurückkehren Lewis Hamilton behindert hatte. Die Bestrafung kostete ihn und sein Team den ersten Saisonsieg.

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