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Grand Prix von Kanada

Hamilton behält seinen Montréal-Sieg

Nur Theaterdonner dürften die von Ferrari angekündigten neuen Beweise gewesen sein, denn die FIA bleibt bei ihrer Strafe für Vettel.

Ferrari ist mit seinem Einspruch gegen die Strafe von Sebastian Vettel in Montréal wie erwartet gescheitert. Die FIA-Kommissare des Kanada-Rennens waren am Freitag im Rahmen des Grand Prix von Frankreich noch einmal zusammengekommen und entschieden, dass Ferrari keine signifikanten und relevanten neuen Beweise vorgelegt habe, um die Entscheidung umzukehren.

Somit bleibt die Fünf-Sekunden-Strafe gegen Vettel wegen der gefährlichen Rückkehr auf die Strecke aufrecht, Hamiltons Sieg steht nun unumstößlich fest. Dabei hatte sich Ferrari vor der Anhörung noch zuversichtlich gegeben, dass man ausreichendes Material gesammelt habe. Man berief sich auf das internationale Sportgesetz der FIA und entsandte Teamvertreter Laurent Mekies, um die Argumente der Scuderia vorzutragen.

Laut FIA legte Ferrari zwecks Entlastung sieben Punkte vor:

1. die Analyse der Telemetriedaten von Vettels Auto
2. die Analyse der internationalen Fernsehbilder
3. eine Videoanalyse des Ex-Grand-Prix-Fahrers Karun Chandhok
4. bisher unveröffentlichte Bilder von Vettels Gesichtskamera
5. diverse Bilder aus dem Nachlauf des Rennens
6. ein Vergleich der GPS-Daten von Hamilton und Vettel
7. eine Zeugenaussage von Vettel

Laut Entscheidung der Kommissare waren die Punkte 1 und 2 sowie 5 bis 7 jedoch bereits in Kanada verfügbar und somit nicht neu. Die Videoanalyse von Sky (Punkt 3) war zwar neu, aber weder signifikant noch relevant, da sie die persönliche Meinung von Dritten widerspiegelt. Auch die Aufnahmen, die Vettels Gesicht zeigen, waren neu, aber ebenfalls insignifikant und irrelevant, da sie keine Erkenntnisse lieferten, die nicht schon in den anderen Bildern zu sehen waren.

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