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Grand Prix von Monaco

Bottas: Hamilton-Panne sorgte für Verstappen-Zwischenfall

Ausgerechnet eine Panne beim Boxenstopp von Lewis Hamilton sorgte dafür, dass Valtteri Bottas Zeit verlor und dadurch erst in die Fänge von Max Verstappen geriet

Das Rennen von Valtteri Bottas in Monaco wurde durch die Kollision in der Boxengasse mit Max Verstappen stark beeinträchtigt. Der Finne trug dabei einen Reifenschaden davon und musste ein zweites Mal zum Reifenwechsel an die Box kommen, was ihn eine Position gegen Sebastian Vettel und so den zweiten Platz kostete. Dass es aber überhaupt zu dieser Situation kam, war einer Panne beim Boxenstopp von Lewis Hamilton geschuldet, wie Mercedes jetzt zugibt.

Mercedes holte beide Piloten während der frühen Safety-Car-Phase an die Box. Das musste man laut Chefstratege James Vowles auch tun, weil Bottas ansonsten chancenlos gewesen wäre. Zwar hätte er zunächst die Position auf der Strecke gehabt, doch mit den schnell abbauenden Soft-Reifen hätte er keine Chance gehabt, seine Pace so umzusetzen, dass er nach seinem Stopp noch vorne wäre.

Daher entschied man sich, beide Autos kurz nacheinander abzufertigen. "Wichtig ist, dass du eine Lücke zwischen deinen Fahrzeugen schaffst, damit das erste Auto abgefertigt werden kann und das zweite dann direkt folgen kann", sagt Vowles. Das tat Bottas auch: Er fuhr vor und in der Boxengasse absichtlich langsam und hielt Verstappen und Vettel auf, damit er nicht hinter Teamkollege Hamilton warten muss und dann überholt wird.

So weit so gut. Hamilton absolvierte seinen Stopp und Bottas war genau hinter ihm einfahrbereit. "Doch leider hat Lewis beim Herausfahren einen Schlagschrauber erwischt und es hat einige Sekunden gebraucht, bis man sie wieder ordentlich resetten konnte", verrät Vowles. "Das hat uns ein paar Zehntelsekunden gekostet. Mehr nicht, aber manchmal ist das alles, was nötig ist."

Red Bull hatte hingegen einen sehr guten Stopp, und diese Differenz hat letzten Endes ausgemacht, dass der Niederländer Seite-an-Seite mit dem Mercedes aus der Box kam und Bottas in die Mauer drückte.

Danach war es für Bottas nur noch Schadensbegrenzung. Er fuhr nach seinem zweiten Stopp auf harten Reifen hinter Vettel her, konnte aber - im Gegensatz zu Verstappen - nie einen Angriff wagen. "Vettel hatte genau die gleichen Reifen, und wenn Valtteri ihm die ganze Zeit im Getriebe gehangen wäre, wäre nichts passiert", so der Mercedes-Stratege.

Bottas war das vierte Auto in einem Zug und wurde davon stark beeinträchtigt. In der verwirbelten Luft werden die Reifen schlechter und der Motor heißer. "Das Beste war also das, was Valtteri getan hat", sagt Vowles. "Oberste Priorität hatte, dass er innerhalb von fünf Sekunden zu Verstappen liegt, damit er die Punkte holen kann. Das zweite war, das Auto bestmöglich ins Ziel zu bekommen - und das hat er getan."

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