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Grand Prix von Russland

Bestzeiten für Leclerc und Verstappen

Charles Leclerc (Ferrari) und Max Verstappen (RB Racing) sicherten sich die Bestzeiten im freien Training - Mercedes mit Rückstand.

Charles Leclerc (Ferrari) hat sich im ersten freien Training in Sotschi knapp vor Max Verstappen (Red Bull Racing) die Bestzeit gesichert. Das favorisierte Mercedes-Team hingegen, das bisher alle Grands Prix von Russland gewinnen konnte, musste sich zum Auftakt mit den Positionen vier und fünf begnügen. Allerdings muss man die Zeiten von Valtteri Bottas (4.; + 0,736) und Lewis Hamilton (5.; + 0,949) ein wenig relativieren, denn während alle anderen auf Softreifen unterwegs waren, fuhr Mercedes den Morgen mit 'medium' zu Ende.

Verstappens Lebensabschnittsteamkollege Alexander Albon erreichte den sechsten Platz, den er fast schon abonniert zu haben scheint. Rückstand zur Spitze: eine Sekunde. Beide Honda-Teams gehen wie berichtet mit "+5"-Strafen ins Wochenende, weil man mit Blick aufs Heimrennen in Suzuka schon in Sotschi neue Triebwerke einbauen ließ. Daniil Kvyat (19.; + 4,088) kam damit nur fünf Runden weit, ehe er ausrollte. Teamchef Franz Tost vermutet als Ursache einen Defekt im Benzinsystem. Ansonsten fiel ein Dreher von Robert Kubica (20.; Williams; + 4,208) auf, der wegen eines Komponentenwechsels aber ohnehin als Letzter starten wird.

Positiv verlief der Trainingsauftakt aus Sicht von Renault: Nico Hülkenberg beschwerte sich zunächst zwar über das Fahrverhalten auf den Randsteinen, aber mit den erzielten Rundenzeiten war er von Anfang an ebenso zufrieden wie Teamkollege Daniel Ricciardo, dem er als Siebenter knapp hinter sich halten konnte. Ricciardo wiederum leistete sich gegen Ende einen kleinen Fehler, als er in einer Rechtskurve das Heck verlor. Der Australier schlug leicht in die Mauer ein, wodurch der Frontflügel beschädigt wurde.

McLaren belegte mit Carlos Sainz Platz elf, hatte aber bereits zwei Sekunden Rückstand. Kimi Räikkönen (Sauber) wurde 15. Die beiden Haas-Piloten mischten in unmittelbarer Top-10-Nähe mit, obwohl sie erneut auf die Autos vom Saisonauftakt setzten. Wie immer ganz unten in der Zeitentabelle: Williams.

Im zweiten Training drehte Verstappen den Spieß um und sicherte sich in 1:33,162 die Bestzeit vor Leclerc und Bottas, obwohl er auf dieser Strecke noch nie zu den Favoriten zählte. Grundstein für die Bestzeit war der kurvenreiche letzten Sektor, in dem der Niederländer er um drei Zehntel schneller war als Leclerc. Dank seiner Rückversetzung ist Verstappen am Samstag aber kein Anwärter auf die Pole Position.

Singapur-Sieger Sebastian Vettel (Ferrari) belegte nach P3 am Vormittag diesmal mit einer Sekunde Rückstand den fünften Platz, weil er seine erste Runde auf Softreifen wegen eines Fehlers im ersten Sektor abbrechen musste; in der zweiten hatte er Verkehr, im dritten Anlauf erzielte er Bestzeit im ersten Sektor, ehe den Pneus der Grip ausging.

Bei den abschließenden Rennsimulationen markierte Leclerc mit einer 1:38,1 die schnellste Einzelrunde; insgesamt betrachtet lagen die drei siegfähigen Teams aber recht nah beisammen. Bei Mercedes herrschte zunächst keine Alarmstimmung, weil man den Rückstand durch härtere Reifen erklären konnte, doch am Nachmittag fehlten 0,6 beziehungsweise 0,8 Sekunden.

Bottas war der Schnellere der beiden, obwohl er Problemen hatte. Sein Heckflügel war am Vormittag gebrochen, sodass dieser über die Mittagspause verstärkt werden musste. Im zweiten Training verbremste er sich und ruinierte einen Reifensatz, sodass er nur eine Rennsimulation statt der geplanten zwei fahren konnte. Dass der Finne schneller als Hamilton war, ist nicht ungewöhnlich, er gilt als Sotschi-Spezialist, hat dort 2017 seinen ersten Grand Prix gewonnen und wäre ohne Stallorder auch 2018 nicht zu schlagen gewesen.

Platz sechs ging diesmal nicht an Albon, sondern an seinen Vorgänger Pierre Gasly (Toro Rosso; + 1,809). Wegen eines Öllecks nach Unterbodenbruch konnte der Thailänder nur 18 Runden fahren und hatte am Ende zwei Sekunden Rückstand. Sérgio Perez (Racing Point) landete auf P7, Hülkenberg, Lance Stroll (Racing Point) und Albon komplettierten die Top 10. McLaren präsentierte sich schwächer als erwartet, auch Ricciardo war teamintern klare Nummer 2.

Lokalmatador Daniil Kvyat (Toro Rosso) drehte diesmal 38 Runden und wurde Zwölfter – nach seinem technischen Defekt zum Auftakt besonders wichtig. Weil ein neuer Pylonenslalom im Notausgang der zweiten Kurve repariert werden musste – eine Passage, die noch für Diskussionen sorgen könnte – gab es eine VSC-Phase, aber keinen rote Flaggen.

Honda-Fahrer bestraft Honda-Fahrer bestraft Qualifying Qualifying

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