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Grand Prix von Singapur

Vettel holt mit Taktik ersten Saisonsieg

Vettel gewinnt erstmals seit Spa 2018 einen Grand Prix. Erster Ferrari-Doppelsieg seit Ungarn 2017, Mercedes verpasst Podium nach Taktikfehler.

Nach 392 Tagen hat Sebastian Vettel wieder ein Formel-1-Rennen gewonnen! Der Ferrari-Pilot triumphierte in Singapur vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc in einem Grand Prix, der vor allem von der Taktik geprägt war. Vettel, der nach dem Start hinter Leclerc und Lewis Hamilton (Mercedes) auf Rang drei lag, profitierte dabei von einem Undercut gegen seinen Teamkollegen.

Leclerc bremste die Spitze im ersten Stint extrem ein. Dadurch hatte Hamilton hinter ihm nicht die Möglichkeit, einen Undercut zu versuchen. Der Weltmeister hätte dann mitten im Verkehr im Mittelfeld festgesteckt. Als sich im Mittelfeld eine Lücke und damit die Möglichkeit zum Stopp ergab, stoppte aber nicht Hamilton - sondern Vettel. Der Stopp sollte ihm am Ende den Sieg bringen.

Leclerc kam eine Runde später zum Service, und der eine Umlauf reichte Vettel, um an seinem Teamkollegen vorbeizugehen. Hamilton blieb noch länger draußen, weil man bei Mercedes wohl auf ein Safety-Car spekulierte - vergeblich. Hamilton fiel nach seinem Stopp sogar auf Platz vier zurück und damit hinter Max Verstappen (Red Bull), der vor den beiden Silberpfeilen Dritter wurde.

Die strategischen Entscheidungen bei Ferrari und Mercedes waren durchaus kontrovers. Bei Ferrari beschwerte sich Leclerc im Funk darüber, wieso man Vettel zum Undercut gegen ihn hereinholte. Mercedes erteilte Valtteri Bottas nach dessen Stopp die Anweisung, langsam zu fahren und so Alexander Albon (Red Bull) zu blocken, damit Hamilton nach seinem Stopp vor beiden bleiben konnte.

Albon wurde am Ende Sechster hinter den Silberpfeilen, die weiteren Punkte gingen an Lando Norris (McLaren), Pierre Gasly (Toro Rosso), Nico Hülkenberg (Renault) und Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo). Während es an der Spitze keine Überholmanöver gab und das Rennen an der Box entschieden wurde, gab es im Mittelfeld mehrere harte Kämpfe (und Berührungen) im Kampf um die weiteren Punkte.

Das Safety-Car kam in der zweiten Rennhälfte tatsächlich noch insgesamt dreimal zum Einsatz - allerdings erst nach den Boxenstopps. Daher hatte es keine Auswirkung mehr auf die Positionen an der Spitze. Es bleibt damit dabei: In jedem Singapur-GP der Formel-1-Geschichte gab es mindestens eine Safety-Car-Phase.

Die erste wurde von einem Crash zwischen Romain Grosjean (Haas) und George Russell (Williams) ausgelöst, die zweite von Sergio Perez (Racing Point). Für Williams war es der erste Ausfall der Saison 2019. Zum dritten und letzten Mal musste Bernd Mayländer nach einer Kollision zwischen Daniil Kwjat (Toro Rosso) und Kimi Räikkönen (Alfa Romeo) ausrücken.

Vettel glücklich Vettel glücklich Kvyat verurteilt Räikkönen Kvyat verurteilt Räikkönen

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