Formel 1

Inhalt

Grand Prix von Brasilien

Hamilton lässt Albon-Anhörung sausen

Nach seiner Kollision mit Alexander Albon ist Lewis Hamilton in Interlagos nicht zur Anhörung bei den FIA-Kommissaren erschienen.

Autoren: Adam Cooper, Christian Nimmervoll

Lewis Hamilton hat nach seiner Kollision mit Alexander Albon in der vorletzten Runde des Grand Prix von Brasilien gar nicht erst versucht, seinen Standpunkt gegenüber den Kommissaren zu verteidigen. Das hat FIA-Rennleiter Michael Masi nach dem in der Schlussphase dramatischen Rennen in Sao Paulo verraten.

Die FIA-Kommissare hatten zunächst beide Fahrer zu sich bestellt, um deren Perspektiven in ihr Urteil aufzunehmen. Hamilton hätte so die Chance gehabt, sich zu verteidigen, anstatt eine sofortige Strafe akzeptieren zu müssen.

Das steht im Gegensatz zur Entscheidung etwa bei den Grands Prix von Mexiko und der USA, als Daniil Kwjat nach Zwischenfällen am Ende nicht die Gelegenheit hatte, seine Sicht der Dinge vorzutragen.

Hamilton jedoch entschuldigte sich bereits im ersten offiziellen Interview mit Rubens Barrichello bei Albon und nahm die Schuld ohne weitere Diskussionen auf sich: "Es war komplett mein Fehler", sagte er da.

Der Weltmeister erschien in der Folge nicht bei den Kommissaren. Denen wurde stattdessen von Mercedes-Teammanager Ron Meadows ausgerichtet, dass Hamilton den Fehler eingesteht. Daraufhin sanktionierten die Kommissare den Zwischenfall mit einer Fünf-Sekunden-Strafe, die Hamilton vom dritten auf den siebten Platz zurückwarf.

"Sie wollten nach dem Rennen eine Untersuchung durchführen und haben daher beide Fahrer vorgeladen. Aber das Team gab den Regelverstoß sofort zu", erzählt Masi. "Sie kamen zu uns runter und sagten: 'Ihr braucht uns nicht vorzuladen. Lewis hat es schon zugegeben.' Damit war das für uns erledigt." "Es gab eine Untersuchung", so Masi weiter, "aber wenn während der Untersuchung ein Team runterkommt und den Fehler zugibt, wird es eine ziemlich einfache Untersuchung!"

Masi unterstreicht, dass die Kommissare in jenen Minuten in einer "Zwickmühle" steckten: Einerseits wollten sie Hamilton die Möglichkeit einräumen, sich zu erklären, zumal ein Podestplatz auf dem Spiel stand. Andererseits war die Angelegenheit einigermaßen dringlich, um den richtigen Fahrer auf das Podium schicken zu können.

Das nachträgliche Podium für Carlos Sainz [junior; Erg.], das durch die Hamilton-Strafe zustande kam, wurde übrigens noch vor Ort nachgeholt.

Drucken
Worst Case bei Ferrari Worst Case bei Ferrari Wetterprognose: Regen! Wetterprognose: Regen!

Ähnliche Themen:

11.09.2019
GP von Italien

Der FIA-Rennleiter arbeitet gerne mit Verwarnungen – anders als der Brite glaubt er nicht, dass dadurch aggressiver gefahren wird.

06.05.2019
Formel 1: Interview

In der GP3 ist Alex Albon bei ART mit Charles Leclerc gefahren. Er ist nicht überrascht, dass sich dieser gegen Vettel so gut schlägt.

13.11.2015
GP von Brasilien

Motorline.cc präsentiert die besten Bilder vom Grand Prix von Brasilien auf dem Autódromo José Carlos Pace.

Grand Prix von Brasilien

+ Vorberichte

+ Freitag

+ Samstag

+ Sonntag

Nachberichte

Gut markiert Mit NFC-Chip gegen Oldtimer-Diebe

Soll Oldtimer-Dieben das Handwerk legen: der NFC-Chip von Micare PS. Er macht Fahrzeuge über einen Registereintrag wiedererkennbar.

Motorsport: News Timo Bernhard beendet aktive Karriere

Der Deutsche Timo Bernhard beendet seine aktive Pilotenkarriere und legt den Fokus auf sein eigenes Team...

Triumph für James Bond Triumph Tiger und Scrambler bei 007

Der 25. James Bond-Film "No Time To Die" startet im April 2020. Die neue Tiger 900 und die Scrambler 1200 von Triumph haben darin einen Auftritt.

Rallye-WM: Interview Ogier möchte Titel im Yaris WRC holen

Nach der zweiten Trennung von Citroën hat Sébastien Ogier erstmals für Toyota getestet. Tänaks Wechsel zu Hyundai versteht er nicht.