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Grand Prix von Großbritannien

Turboloch bremst Verstappen

Nur 0,183 Sekunden fehlten Max Verstappen im Qualifying von Silverstone auf die Pole-Zeit von Valtteri Bottas.

Der Red-Bull-Pilot qualifizierte sich als Vierter - und hätte womöglich sogar noch weiter vorne landen können. Denn der Spielberg-Sieger verrät anschließend: "Ich hatte den ganzen Tag Turboloch-Probleme. In langsamen Kurven hatte ich nicht sofort die Power, die ich wollte."

Was genau bedeutet das? "Man geht aufs Gas und nichts passiert - und dann setzt es plötzlich ein. Dadurch verliert man Performance - besonders hier. Nach den meisten Kurvenausgängen kommt eine sehr lange Gerade. Da verliert man kontinuierlich Zeit", erklärt der Niederländer und verrät: "Ich glaube, [ohne das Problem] hätten wir um die Pole kämpfen können."

"Etwas Rundenzeit" habe er dadurch verloren. Verstappen lässt allerdings offen, wie viel schneller er ohne das Problem hätte sein können. "Es war in Ordnung", erklärt er lediglich und berichtet, dass das Auto davon abgesehen "wirklich stark" im Qualifying gewesen sei. "Es ist gut, trotzdem so nah an der Pole dran zu sein", zeigt sich Verstappen unter dem Strich zufrieden.

Das kann er auch sein, denn zum einen war er trotz des Problems in Q3 mehr als drei Zehntel schneller als Teamkollege Pierre Gasly. Zum anderen sah es am Freitag noch deutlich schlechter für ihn aus. "Ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, was ich erwarten soll. Mein Freitag und auch dieser Morgen waren nicht gut", erinnert er und berichtet: "Ich weiß nicht, was los war. Aber uns fehlte hinten die ganze Zeit Grip."

"Ich habe alle möglichen Dinge probiert", zuckt Verstappen die Schultern. In allen Trainings habe er die Stabilität am Auto vermisst. Im Qualifying sei es dann glücklicherweise "viel besser" gewesen, nachdem man einige "Änderungen am Auto" vorgenommen habe. Das Turboloch-Problem sei im Vergleich dazu auch nicht so gravierend, gibt der Red-Bull-Pilot Entwarnung.

"Ich hatte das auch früher schon. Es geht nur um die Feinabstimmung, aber das haben wir heute irgendwie nicht hinbekommen", erklärt er. Ein grundsätzliches Problem mit dem Honda-Antrieb gebe es nicht. "Morgen wird es behoben sein", zeigt er sich optimistisch und ergänzt: "Normalerweise sind wir im Rennen etwas besser." Zuletzt in Spielberg konnte er gewinnen, obwohl er nach dem Start weit zurückgefallen war.

Auf die Frage, ob er die Mercedes-Party in Silverstone ruinieren werde, antwortet er daher angriffslustig: "Ich werde es versuchen!" Interessant sind auch Verstappens Aussagen zu den Geschwindigkeiten, die die aktuellen Boliden in Silverstone erreichen. "Kurve 1 ist gar keine Kurve", verrät er zum Beispiel. Und auch in der Kurvenkombination Maggots-Becketts-Chapel müsse man heute gar nicht mehr bremsen.

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