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Grand Prix von Österreich

Ferrari zeigt im Training auf

Charles Leclerc hat sich im dritten Freien Training des Grand Prix von Österreich in Spielberg die Bestzeit gesichert.

Hat Ferrari in Spielberg Chancen auf die Pole-Position? Der Eindruck hat sich im dritten Freien Training am Red-Bull-Ring nämlich verfestigt. Charles Leclerc holte sich in 1:03.987 Minuten die zweite Bestzeit des Wochenendes und gab damit ein dickes Bewerbungsschreiben für Platz eins im Qualifying ab.

Mercedes blieb mit Lewis Hamilton (+0,143 Sekunden) und Valtteri Bottas (+0,234) nur die Plätze zwei und drei. "Die powern den Berg rauf, das ist unglaublich", muss Motorsportchef Toto Wolff einräumen. Schon gestern hatte Hamilton verlauten lassen, dass er Ferrari in Österreich für schneller hält. "Es wird unheimlich eng", kündigt Wolff an.

Denn auch Sebastian Vettel war auf Rang vier nicht weit weg. Dem Deutschen fehlten gerade einmal 0,029 Sekunden auf Valtteri Bottas, sodass Rot und Silber wohl die Pole unter sich ausmachen. "Es ist alles offen", verspricht Wolff ein spannendes Qualifying.

Red Bull bleibt beim Heimspiel weiter nur die dritte Kraft. Max Verstappen hatte als Fünfter 0,459 Sekunden Rückstand und haderte im Abschlusstraining mit seinem Set-up. "Die Veränderungen, die ihr gemacht habt, sind nicht gut", meinte er über den Funk. "Minimale Sachen", erklärt Motorsportkonsulent Helmut Marko und will bei Verstappen noch am Fahrwerk arbeiten.

Der Österreicher geht aktuell vom üblichen fünften Platz aus, maximal die zweite Startreihe, auch wenn er betont: "So schlecht sind wir nicht, wie es ausschaut."
Das gilt auch für Teamkollege Pierre Gasly, der nur Siebter wurde. Bei ihm gab es im Training ein Problem mit der Zündkerze, die für Leistungsverluste sorgte. "Da ist in den Einstellungen irgendwas daneben gegangen", meint Marko und verspricht: "Bis zum Qualifying geht das alles."

Best of the Rest bei einem ziemlich warmen Training bei rund 30 Grad waren wieder einmal die McLaren. Lando Norris wurde Sechster, Carlos Sainz Achter. Beide probierten im Training Windschattenspiele aus, die im Qualifying durchaus Thema werden könnten: Da Sainz ohnehin von ganz hinten starten wird, kann er seinem Teamkollegen damit helfen.

Alfa Romeo (Antonio Giovinazzi 9., Kimi Räikkönen 13.) und Toro Rosso (Daniil Kwjat 10., Alexander Albon 11.) kämpfen nach aktuellem Stand um den Einzug in Q3. "Ich denke, mit Daniil Kwjat sollten wir in der Lage sein, in Q3 zu kommen", sagt Teamchef Franz Tost. Bei Albon war ohnehin ein anderes Programm veranschlagt, weil auch er von hinten starten muss.

Zulegen muss auf jeden Fall Renault, deren zwölfter Rang von Nico Hülkenberg eine Enttäuschung ist. Daniel Ricciardo wurde gar nur 17. Zumindest war bei ihnen nichts mehr vom gestrigen Wackel-Heckflügel zu sehen, was das Team mit zu viel Abtrieb am Freitag erklärt. Auch Racing Point (14. und 16.) sowie Haas (15. und 18.) müssen deutlich zulegen.

Für Hülkenberg und Magnussen stehen nach einem Motoren- respektive Getriebewechsel ohnehin fünf Strafplätze fest.

Aussichtslos am Ende: Beide Williams, die sich nur untereinander bekriegen können. Robert Kubica scheint in Österreich aber deutliche Probleme zu haben, denn erneut war er mehr als acht Zehntelsekunden langsamer als George Russell.

Das Qualifying heute um 15 Uhr könnte nach Frankreich deutlich enger werden: "Ich glaube, dass Mercedes noch ein bisschen nachlegen kann", sagt Alexander Wurz. "Aber Leclerc und Vettel können sicher gute Konkurrenz bieten. Es wird spannend."

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