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Grand Prix von Spanien

Binotto verneint Unschlüssigkeit

Der Ferrari-Teamchef ist nicht der Meinung, zu lange zugewartet zu haben, ehe er Sebastian Vettel an Charles Leclerc vorbeiwinkte.

Gegen Mitte des Grand Prix von Spanien in Barcelona sorgte Ferrari mit einer taktischen Entscheidung wieder einmal für Diskussionen: Sebastian Vettel steckte in dieser Rennphase mehrere Runden lang hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc fest; obwohl dieser auf harten Reifen, Vettel auf der schnelleren Medium-Mischung unterwegs war, griff das Team zunächst nicht ein.

"Es ist nie eine leichte Entscheidung", erklärte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nach dem Rennen. Man versuche in Situationen wie diesen stets, das Teamergebnis zu optimieren. "Wenn man es macht, muss man sichergehen, dass der Fahrer dahinter schnell genug ist; ansonsten tauscht man und hat nichts davon." Es könne einige Runden dauern, das korrekt zu beurteilen, ergänzte Binotto. Zudem erinnerte er daran, dass sich Leclerc per Einstoppstrategie im Fernduell mit Max Verstappen befand.

"Charles hat mit Verstappen um den dritten Platz gekämpft, weil er mit den harten Reifen auf einer anderen Strategie mit einem Stopp war", erklärte Binotto. "Daher war es für ihn auch wichtig, zu diesem Zeitpunkt des Rennens keine Zeit zu verlieren, weshalb wir einfach den richtigen Moment abgewartet haben. Ich bin mir nicht sicher, ob wir es früher machen hätten sollen."

Die später folgende Safety-Car-Phase ruinierte Leclercs Strategie dann ohnedies. Der Monegasse beendete das Rennen auf Rang fünf, Vettel wurde hinter Verstappen Vierter. Bereits zu Beginn des Rennens hatte Ferrari lange mit einem Platztausch gewartet, da noch unter umgekehrten Vorzeichen: Leclerc steckte hinter Vettel fest, der sich beim Start einen Reifen ruiniert hatte.

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