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McLaren ab 2021 mit Mercedes-Motoren

Am Freitag noch ein Gerücht, jetzt in Sotschi offiziell bestätigt: McLaren verlässt Motorpartner Renault mit Ende 2020 und wechselt zu Mercedes.

Nun ist es offiziell: McLaren und Renault gehen ab 2021 wieder getrennte Wege. Der britische Rennstall hat soeben die Trennung vom französischen Motorenhersteller mit Ende 2020 bekannt gegeben. Nach drei Jahren endet damit die Zweckpartnerschaft. Gleichzeitig wurde bekannt, dass das britische Traditionsteam von 2021 bis mindestens 2024 zu Mercedes wechseln wird.

Renault sei laut McLaren-Boss Zak Brown ein "dienlicher" Bestandteil im Wiederaufbau des Teams gewesen, ein "fantastischer Partner", lobt der US-Manager in einem Statement. "Obwohl man sich verständlicherweise auf das eigene Werksteam fokussiert hat, war Renault immer fair und transparent in unserer Zusammenarbeit."

Brown bedankt sich bei der Renault-Fabrik in Viry für das "exzellente Service", das man McLaren in den vergangenen Jahren geboten habe. "Wir gehen nun in das letzte Jahr unserer Partnerschaft 2020 und fokussieren uns darauf, weiterhin gemeinsam die Performance-Lücke zur Spitze zu schließen."

2021 ein "Meilenstein" für McLaren

Zu dieser Spitze will man mit Hilfe von Mercedes-Motoren von 2021 bis zumindest einschließlich 2024 zurückkehren. Es ist die Rückkehr zu einem alten Partner, denn bereits von 1995 bis 2014 belieferten die Deutschen das Team. "Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, in der Formel 1 langfristig wieder erfolgreich zu sein", ist Brown überzeugt.

Er lobt Mercedes als "Maßstab, sowohl als Team als auch mit seiner Power Unit", deshalb sei es logisch gewesen, diese erneute Zusammenarbeit anzustreben. "Diese Bekanntgabe spiegelt das Vertrauen unserer Teilhaber wider und ist zugleich eine wichtige Botschaft an unsere Investoren, Mitarbeiter, Partner und Fans: Wir sind fest entschlossen, McLaren wieder an die Spitze des Feldes zurückzuführen."

Das Jahr 2021 werde demnach "ein Meilenstein" für das Team auf dessen langfristigen Weg zum Aufschwung sein, glaubt Teamchef Andreas Seidl. "Dabei ist es entscheidend, dass wir bereits jetzt die wichtigsten Weichen gestellt haben, um uns richtig auf diese neue Ära in unserem Sport vorzubereiten."

Wolff: "Beginn einer neuen Ära"

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff freut sich über die Partnerschaft: "Wir freuen uns sehr, McLaren im Rahmen dieser Power-Unit-Vereinbarung wieder in der Motorsport-Familie von Mercedes begrüßen zu dürfen. Obwohl beide Marken eine prestigeträchtige Historie vorzuweisen haben, geht es in dieser neuen Zusammenarbeit nur um den Blick nach vorne und den Beginn einer neuen Ära für Power-Unit-Zulieferer in den kommenden Jahren."

McLaren habe aus seiner Sicht in den zurückliegenden Saisons den Grundstein für den Aufschwung gelegt. "Auch die beeindruckenden Leistungen mit Renault-Power in dieser Saison gehören dazu", lobt er die Konkurrenz. "Wir hoffen, dass diese neue langfristige Partnerschaft einen weiteren Meilenstein für McLaren darstellen wird, die in diesem Zuge die Topteams, inklusive unseres Werksteams, fordern möchten."

Damit ist auch gewiss, dass Mercedes 40 Prozent der Teams mit Motoren beliefern wird. McLaren wird ab 2021 das vierte Team neben Williams, Racing Point und dem Werksteam der Silberpfeile. Renault verliert hingegen den einzig verbliebenen Kunden, nachdem Red Bull 2019 zu Honda gewechselt ist.

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