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Grand Prix von Österreich

Kühlproblem: Mercedes abgeschlagen

Mercedes kämpfte in Spielberg mit der Motorkühlung. Valtteri Bottas und Lewis Hamilton wurden von internen Temperaturen eingebremst.

"Unsere Achillesferse ist die Kühlung. Hier hat es uns doppelt getroffen: die Seehöhe und die Temperatur mit 35 Grad Luft- und 60 Grad Asphalttemperatur. Das war klar, dass das schwierig werden würde für uns, und genau so ist es auch gekommen", musste Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach dem Großen Preis von Österreich ernüchtert feststellen. Weder Valtteri Bottas noch Lewis Hamilton waren in der Lage, in den Kampf um den Sieg einzugreifen, der Brite wurde zusätzlich durch einen beschädigten Frontflügel zurückgeworfen. Die Mercedes-Siegesserie ist somit gerissen.

Von Rennbeginn an war Mercedes nicht die schnellste Kraft. Weil beide Fahrer auf Mediumreifen gestartet waren, wurde von ihnen ein längerer erster Stint erwartet, doch Bottas ging bereits in Runde 21 an die Box und wechselte auf härtere Reifen; Hamilton wurde nach seinem Boxenstopp in Runde 30 auf Rang fünf hinter Vettel zurückgespült, da auch sein Frontflügel ersetzt werden musste. Er hatte sich in Kurve zehn ein Aeroelement abgefahren. Elf Sekunden stand der Brite insgesamt – Zeit, die er später nicht mehr aufholen konnte.

Wäre ohne Beschädigung der Sieg möglich gewesen? "Nein, keine Chance. Wir waren weit zurück. Ich musste pro Runde 400 Meter lang vom Gas gehen und rollen. Hätte ich das nicht machen müssen, hätten wir Pace gehabt, aber leider war es so. Ich konnte nicht wirklich an irgendjemenden nahe ranfahren", erzählte Hamilton. Zwar versuchte er zu pushen, aber das war nicht möglich, die heißen Temperaturen hielten ihn zurück. "Ich weiß nicht wirklich, was ich dazu noch sagen soll. Wir hatten Probleme mit den Temperaturen, daher musste ich mehr oder weniger cruisen."

Wolff bestätigte: "Wir konnten uns nicht verteidigen, wir konnten nicht attackieren. Wir mussten 400 Meter ohne Gas cruisen, um das Auto zu kühlen, und damit kannst du nur noch durch die Gegend rollen, aber nicht Rennen fahren. Es war wirklich grausam, zuschauen zu müssen, wie wir cruisen und nicht verteidigen oder attackieren können." Das Kühlproblem schleppe man bereits seit dem Saisonauftakt mit, die Ränge drei und fünf, seien Schadensbegrenzung.

Wolff hätte sich aber ein besseres Ergebnis gewünscht: "Als wir auf Rang zwei und drei lagen, dachte ich, dass wäre das Optimum. Ich habe aber etwas rund um die Ränge zwei bis vier erwartet." Ihm zufolge haben die Kühlprobleme folgenden Ursprung: "Man versucht, das Auto so kompakt und so geschlossen wie möglich zu bauen, um aerodynamisch effizient zu sein, und in diesem Fall haben wir es vielleicht zu sehr geschlossen und konnten es auch nicht mehr öffnen."

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