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Kubica: Mit Monaco-Auftritt Kritiker geschwächt?

Robert Kubica ist mit seiner Leistung in Monaco zufrieden - Er glaubt, dass das Rennen dazu beigetragen hat, seinen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen...

Das Formel-1-Comeback von Robert Kubica war eine der größten Geschichten zu Beginn dieser Saison. Doch nicht alle trauten dem Polen die Rückkehr ins Formel-1-Cockpit zu. Vor allem die schwere Verletzung an der rechten Hand, die er sich bei einem Rallye-Unfall Anfang 2011 zugezogen hatte, sorgte für Skepsis. Besonders die enge Strecke in Monaco wurde als problematisch angesehen.

Tatsächlich hatte Kubica im Fürstentum am vergangenen Wochenende aber keine großen Schwierigkeiten. "Ich glaube, es gab eine Menge Leute, die dachten, ich könnte nicht einmal das Lenkrad drehen", verrät er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Vor allem die enge Haarnadelkurve galt als Stolperstein für Kubica. Der 34-Jährige selbst machte sich aber keine Sorgen.

"Ich wusste, dass ich hier klarkommen würde", zuckt er die Schultern und erklärt: "Ich denke, ich habe es ganz gut gemacht und kann zufrieden sein. Natürlich hätte das Endergebnis besser sein können, aber das ist eben Racing." Kubica wurde 18., nachdem er von Antonio Giovinazzi in Rascasse umgedreht wurde. Ohne den Zwischenfall wäre vielleicht sogar ein besseres Ergebnis möglich gewesen.

"Beim Start habe ich zwei Positionen gewonnen", erklärt er. In der frühen Safety-Car-Phase gewann er weitere Positionen, weil er nicht an die Box kam. Er berichtet: "Nach dem Safety-Car konnte ich sie hinter mir halten, aber ich wusste, dass ich noch stoppen muss. Es bestand eine Chance auf Regen, daher blieben wir draußen." Weil es aber mehr oder weniger trocken blieb, habe sich die Strategie am Ende "nicht ausgezahlt".
Kubica mit Saisonauftakt insgesamt zufrieden

Ganz glücklich war Kubica mit seiner Strategie sowieso nicht. Hintergrund: Teamkollege George Russell kam während der Safety-Car-Phase an die Box, während Kubica erst in Runde 21 zum Service geholt wurde. "Ich dachte, dass der Fahrer, der vorne ist, Priorität hat", beschwerte er sich nach dem Rennen per Funk. Doch aus Sicht des Teams ergab diese Variante durchaus Sinn.

Schließlich war Russell während der Safety-Car-Phase sowieso Letzter und verlor durch seinen Stopp keine Position auf der Strecke. Kubica selbst hingegen wäre bei einem Stopp auf den letzten Platz zurückgefallen. Durch den Zwischenfall mit Giovinazzi wenige Runden später kam Russell dann sowieso auf der Strecke an seinem Teamkollegen vorbei.

Insgesamt ist Kubica trotzdem zufrieden. Und zwar nicht nur mit dem Rennen in Monaco sondern mit dem gesamten Saisonauftakt. "Die Leute haben gesagt, dass die erste Kurve für mich ein Problem sein würde. Ich denke aber, dass ich mich in allen Rennen in der ersten Kurve oder der ersten Runde ziemlich gut geschlagen habe", erklärt Kubica. Er könne auch in engen Situationen kämpfen.

Einen WM-Punkt hat der Pole seit seinem Comeback noch nicht gesammelt. Allerdings ist das zu einem Großteil auf sein Auto zurückzuführen. Der Williams FW42 ist der einzige Bolide, der in der Formel-1-Saison 2019 noch keinen einzigen Zähler einfahren konnte. Auch Teamkollege George Russell, der die Zielflagge in allen Rennen vor Kubica sah, steht noch mit leeren Händen da.

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