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Grand Prix von Kanada

Leclerc-Bestzeit, Fehler von Hamilton

Ferrari-Pilot Charles Leclerc hat sich am Freitag überraschend die Bestzeit gesichert – Lewis Hamilton nach Mauerkontakt früh raus.

Das erste freie Training in Montréal hatte noch Mercedes nach Belieben dominiert, das anstehende Rennwochenende versprach wenig Spannung: Lewis Hamilton und Valtteri Bottas nahmen dem Rest des Feldes in Kanada eine Sekunde ab, hinter Charles Leclerc und Max Verstappen startete Sebastian Vettel gar nur als Fünfter in den Freitag.

Ein Unfall von Antonio Giovinazzi (Sauber/Alfa) ausgangs Kurve neun löste einiges an Schaden sowie eine virtuelle Safety-Car-Phase aus, Ohne nennenswerte Folgen blieben die Dreher von Romain Grosjean im Haas VF-19 oder auch Vettel. Die selten benutzte Rennstrecke war zu Beginn noch extrem schmutzig und deshalb rutschig. Auch ein Murmeltier sorgte auf der Strecke für einige bange Momente.

Giovinazzis Teamkollege Kimi Räikkönen ließ derweil mit Rang sechs aufhorchen. Bei Williams war Entwicklungsfahrer Nicholas Latifi nach 33 Runden nur um zwei Zehntelsekunden langsamer als George Russell. Beide FW42 lagen aber trotz einer neuen Hinterradaufhängung am Ende des Feldes.

Im zweiten freien Training sicherte sich dann Ferrari etwas überraschend die Tagesbestzeit. Nach dem großen Rückstand in der ersten Einheit, konnten sich Charles Leclerc und Sebastian Vettel am Nachmittag an die Spitze setzen. Der Monegasse benötigte für seine Runde 1:12,177 Minuten, Vettel war 0,074 Sekunden langsamer.

Bei Mercedes hatte man sich die zweite Sitzung gewiss anders vorgestellt: Valtteri Bottas war mit 0,134 Sekunden Rückstand Dritter, doch Lewis Hamilton leistete sich einen seltenen Fehler; nach nur acht Runden touchierte der WM-Führende mit dem rechten Hinterrad selbstverschuldet eine Mauer und beschädigte dadurch den Heckbereich seines Boliden.

Anschließend rollte er von Kurve neun aus zurück in die Garage, die er an diesem Tag nicht mehr verlassen sollte. Mercedes machte Schäden am Unterboden aus und musste die komplette Heckpartie austauschen. Eine Getriebestrafe muss Hamilton, der Sechster wurde, aber nicht befürchten.

Red Bull Racing blieb deutlich unter den Erwartungen: Pierre Gasly und Max Verstappen fanden sich nur auf den Rängen zwölf und 13 wieder. Der Franzose verbremste sich gleich mehrfach und dürfte Probleme mit seinem Fahrzeug gehabt haben, Verstappen machte einmal kurz Bekanntschaft mit der Mauer vor Start/Ziel, konnte aber weiterfahren.

Überraschend stark war Carlos Sainz junior unterwegs, der im McLaren-Renault Vierter (+ 0,376) wurde, Kevin Magnussen (Haas) folgte dahinter auf dnem guten fünften Rang (+ 0,758). Pechvogel Antonio Giovinazzi musste nach seinem Unfall im ersten Training lange Zeit zuschauen, bis das Sauber-Team sein Fahrzeug wieder fahrbereit gemacht hatte.

Die Ergebnisse des Freitags finden Sie in der rechten Navigation.

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