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Grand Prix von Italien 2013

Die Tops & Flops aus Monza

Top waren Vettel, Alonso, Hülkenberg, Ricciardo und Toro Rosso. Flops lieferten Hamilton, Williams, Gutierrez, Chilton und Marussia.

Michael Noir Trawniczek

Top: Vettel - überlegen

Ein Problem am Start konnte Sebastian Vettel ausgleichen, auch wenn er sich deshalb gleich einmal verbremst hat und er in der Folge in seinem ersten Stint mit einem Bremsplatten und den einhergehenden Vibrationen klarkommen musste. Vettel hat weltmeisterhaft reagiert und zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle über das Rennen verloren. Einfach top. Natürlich war auch das Auto, der RB9 in einer Weise überlegen, welche den anderen Teams eigentlich zu denken geben sollte. Allerdings gab es auf der technischen Seite einige Probleme, beide Piloten wurden im Verlauf des Grand Prix angewiesen, ein „Shortshifting“ vorzunehmen, also gleich vom zweiten in den dritten Gang zu schalten, ohne diesen auszudrehen. Das „Top“ geht diesmal daher nur an Vettel und nicht an RBR.

Top: Alonso - Löwe

Wieder einmal hat Fernando Alonso seinen Kampfgeist demonstrieren können, seine Manöver gegen Nico Rosberg und Mark Webber waren sehenswert. Beim Heimrennen der Scuderia Ferrari hat Alonso einmal mehr eindrucksvoll bestätigt, warum er sein Geld wert ist. Die Tifosi lieben ihn – und das nicht ohne Grund.

Top: Hülkenberg – sensationell

Nico Hülkenberg fuhr an diesem Monza-Rennwochenende schlicht und ergreifend sensationell. Über den dritten Startplatz war sogar er selbst überrascht, und auch das Team – denn bei Sauber weiß man ganz genau, was der aktuelle Bolide wert ist. Daher hat auch niemand damit gerechnet, dass Hülkenberg im Rennen den dritten Platz halten kann – Platz fünf war ein ausgezeichnetes Ergebnis und Nico wehrte sich mit Händen und Füßen gegen oftmals wegen ihrer Autos deutlich stärkere Konkurrenten.

Top: Ricciardo & Toro Rosso – befreit

Offenbar befreit und erleichtert darüber, dass er im kommenden Jahr neben Vettel im Red Bull Racing-Team fahren darf, konnte Daniel Ricciardo eine grandiose Vorstellung geben – doch auch der Toro Rosso lief in Monza ganz besonders gut. Zu Recht strahlte Dr. Marko darüber, dass es im Qualifying alle vier Red Bull-Piloten in die Top 10 geschafft haben. Toro Rosso war an diesem Wochenende sehr gut aufgestellt.

Flop: Hamilton – selber schuld

An dem für ihn schlechtesten Qualifying seit Sepang 2010 war Lewis Hamilton selbst schuld – er ruinierte sich den Unterboden seines Mercedes und verpasste so den Aufstieg ins Q3. Im Rennen konnte der Weltmeister aus 2008 mit Platz neun nur noch Schadenbegrenzung betreiben.

Flop: Williams – zu langsam

Der britische Traditionsrennstall lieferte auf der Traditionsrennstrecke von Monza eine armselige Performance. Das Auto ist und bleibt zu langsam, da können Fahrer wie Pastor Maldonado noch so aggressiv an die Aufgabe herantreten, es nützt nichts.

Flop: Gutierrez - Schattengewächs

Je besser der Teamkollege, umso mehr steht ein schwacher Pilot wie Esteban Gutierrez in dessen Schatten. Im Qualifying konnte Nico Hülkenberg brillieren (siehe Tops), während Gutierrez wieder einmal den Sprung ins zweite Qualifying nicht geschafft hat. Auch im Rennen stand Gutierrez andauernd schwer im Schatten seines deutschen Teamkollegen bei Sauber…

Flop: Chilton & Marussia - Schlusslicht

Im Qualifying war Max Chilton vier Zehntelsekunden langsamer als sein Teamkollege bei Marussia, Jules Bianchi. Im Rennen fehlten ihm rund zwölf Sekunden auf den Kollegen und so bildete Max Chilton das absolute Schlusslicht des Feldes. Der Marussia war das deutlich langsamste Auto im Feld.

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