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Grand Prix der USA 2015

Strafversetzungen für beide Ferrari

Ferrari wechselt in Austin die Motoren für eine überarbeitete Version mit Power-Upgrade, die beiden Piloten bekommen aber eine Strafe.

Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen werden sich beim US-Grand-Prix in Austin am kommenden Wochenende eine Rückversetzung um zehn Plätze in der Startaufstellung einhandeln. Wie am Donnerstag bekannt wurde, tauscht Ferrari bei beiden Autos den Verbrennungsmotor aus, um eine frische Version des 1,6-Liter-V6 einzusetzen. Weil sowohl der Deutsche als auch der Finne bereits die vierte Komponente genutzt haben, überschreiten sie erstmals ihr Kontingent.

Unerwartet kommt der Schachzug, der von den Roten schon vor geraumer Zeit ins Visier genommen wurde, nicht. "Es war schon immer der Plan", sagt Vettel. "Es ist kein großes Geheimnis und keine Überraschung." Ferrari folgt damit offenbar seiner taktischen Maxime, zu jedem Zeitpunkt den bestmöglichen Antrieb zu verbauen - ungeachtet etwaiger Sanktionen. Vettel ist zuversichtlich: "Unsere Motorenabteilung hat einen herausragenden Job gemacht."

Der Ex-Weltmeister will die Strafe nicht als Rückschlag verstanden wissen und bezeichnet den Tausch als "sehr positiv". Dem dürfte sich Lewis Hamilton anschließen, denn die Chancen des Briten auf den vorzeitigen Titelgewinn auf dem Circuit of The Americas (CoTA) sind damit deutlich gestiegen. Der Mercedes-Star benötigt neun Punkte mehr als der WM-Zweite Vettel, was mit einem Sieg vollbracht wäre, wenn Ferrari-Pilot über Rang drei nicht hinauskommt.

In Anbetracht der Konkurrenz durch die erstarkte Williams-Truppe ist dieses Szenario auch im Falle, dass Mercedes einen Doppelerfolg verpasst, mehr als denkbar, wenn Vettel bestenfalls von Platz elf startet. Er zeigt sich unbeeindruckt: "Keine guten Neuigkeiten, wenn man das Rennen isoliert betrachtet. Aber es gilt, das gesamte Projekt ins Auge zu fassen", erklärt Vettel und pocht auf die Ferrari-Motorenstrategie: "Unser Plan ist doch bisher aufgegangen."

Teamkollege Räikkönen bestätigt, dass das Manöver von langer Hand geplant war: "Schon seit dem vergangenen Winter verfolgen wir den Plan, fünf Motoren einzusetzen. Wir sind dem immer treu geblieben." Der Ex-Weltmeister bezeichnet seine Strafe als "nicht ideal", erkennt sie jedoch als notwendiges Übel an. "Wir machen weiter, um in der nächsten Saison an dem Punkt anzukommen, an dem wir stehen wollen. Die laufende Saison beenden wir so gut es geht und stecken alle unsere Energie in das kommende Jahr."

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