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Grand Prix von Malaysia

FT3: Verstappen im Mercedes-Sandwich

Im letzten Freien Training in Sepang sichert sich Lewis Hamilton die Bestzeit vor Max Verstappen und Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg.

Lewis Hamilton sicherte sich im dritten Freien Training zum Grand Prix von Malaysia in Sepang überlegen die Bestzeit. Mit 0,619 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Nico Rosberg demonstrierte der Mercedes-Fahrer, dass er wenig Lust auf eine Wiederholung von Singapur hat, wo ihn Rosberg deutlich in die Schranken gewiesen hatte.

Hamilton erzielte eine Bestzeit von 1:34.434 Minuten, und zwar auf seiner ersten schnellen Runde mit den weichen Reifen. Danach funkte er, was für die Konkurrenz wie ein Hohn klingen muss: "Das Auto ist in schnellen Kurven nicht besser." Rosberg hatte zunächst sogar 0,859 Sekunden Rückstand, legte dann eine langsame Runde ein und steigerte sich im zweiten Versuch, also mit bereits gebrauchten Reifen, auf 1:35.053 Minuten.

Damit belegte er den dritten Platz, denn Zweiter wurde Max Verstappen (+0,445). Der Red-Bull-Pilot war am Freitag Longrun-Schnellster, aber seither lief es nicht nach Wunsch. Zuerst klappte er am Freitag zu Mittag wegen der brütenden Hitze in der Box zusammen; heute Morgen war zuerst das Auto falsch eingestellt, sodass es nach links zog, und später beklagte er sich über das schlechte Ansprechverhalten des Renault-Motors.

Seine schnellste Zeit war dann aber um 0,582 Sekunden schneller als die von Teamkollege Daniel Ricciardo (6.). Das habe "am Timing" gelegen, betont Teamchef Christian Horner: "Daniel ist früher rausgefahren, um am Ende einen Longrun machen zu können. Der war übrigens ziemlich gut. Die Runde von Max war großartig, aber er ist sie auch fünf Minuten nach den Mercedes gefahren. Da wurde die Strecke schon besser."

"Red Bull hat wirklich Chancen", glaubt Formel-1-Experte Marc Surer. "Gestern mit vollen Tanks war Verstappen der Schnellste. Wenn die Zeiten wirklich mit vollem Tank gefahren wurden, ist er der Favorit für das Rennen. Aber das kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht war noch ein bisschen Luft im Tank." Denn grundsätzlich sei das Power-Defizit auf einer Strecke wie Sepang ein zu großes Handicap, um auf Pole-Position fahren zu können.

Insofern überrascht Surer, dass Ferrari über weite Strecken unsichtbar war und erst im Finish auf P4 (Kimi Räikkönen/+0,716) und P5 (Sebastian Vettel/+0,736) fuhr. "Ferrari müsste hier besser sein, weil einfach die Motorpower von Ferrari besser ist als die von Red Bull. Aber Vettel kann oft noch ein paar Extra-Zehntel abrufen", analysiert er und sieht Ferrari vor allem im Hitzerennen als Geheimtipp: "Die wissen, dass ihre Chance über die Distanz kommt."

Hinter den drei Topteams landeten Force India und Williams in den Top 10, wobei Nico Hülkenberg (+1,342) als Siebter die Riege der Verfolger anführte. Fernando Alonso (22./McLaren/+6,765) mischte die Weltspitze diesmal nicht auf - was zum einen daran lag, dass er den gestern verwendeten Suzuka-Special-Motor wieder ausbauen musste, zum anderen daran, dass er sich auf Longruns konzentrierte und auf eine Qualifying-Simulation verzichtete.

Alonso scheiterte theoretisch sogar an der 107-Prozent-Marke, die aber erst im Qualifying zählt. Sonst wäre Pascal Wehrlein (Manor) Letzter geworden. Der Deutsche drehte 13 Runden, litt aber an technischen Problemen, an denen fieberhaft gearbeitet wurde. Ob diese rechtzeitig behoben werden können, entzieht sich unserer Kenntnis. Auf Sauber fehlt Manor so oder so fast eine Sekunde, wie der Blick auf das Trainingsklassement zeigt.

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