Formel 1

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Grand Prix von Malaysia

RB Racing: Stallorder war kein Thema

Kein „Multi-21“: Daniel Ricciardo und Max Verstappen durften sich den Sieg in Sepang, trotz schweißnasser Hände bei Helmut Marko, frei ausfahren.

Red Bull hat seine Piloten Daniel Ricciardo und Max Verstappen den Sieg beim Malaysia-Grand-Prix am Sonntag ohne eine Stallorder ausfechten lassen. Obwohl der Doppelerfolg der Österreicher nach dem Ausscheiden Lewis Hamiltons und dem letzten, in der gleichen Runde durchgeführten Boxenstopp praktisch in trockenen Tüchern war, verzichtete Teamchef Christian Horner auf eine Ansage: "Ich habe den Renningenieuren mitgeteilt, dass sie die Piloten frei fahren lassen sollen."

Bemerkenswert ist, dass der Brite sich erst dazu entschloss, nachdem seine Schützlinge sich auf der Strecke ein beinhartes Duell um den zweiten Platz geliefert hatten und vorne nichts mehr anbrennen konnte. "Die Entscheidung fiel danach", meint Horner mit Bezug auf den Hamilton-Defekt. Denn Angst und Bange war ihm angesichts wilder Angriffe Verstappens auf Ricciardo nicht geworden.

Im Gegenteil. Obwohl sie in Kurven, in denen normal keine zwei Autos nebeneinander passen, Rad an Rad fuhren, lobt der Brite das Duo: "Wir haben gesehen, dass sie sich respektieren. Beide sind harte Racer, aber ich habe mich wohlgefühlt, als sie die Klingen gekreuzt haben." Motorsportberater Helmut Marko verteidigt das Manöver ebenfalls: "Ganz wohl war mir zwar nicht. Das sind Kurven jenseits der 200 km/h, aber es sind zwei intelligente Fahrer, die wissen, wie weit sie gehen können."

Dennoch wurde Ricciardo und Verstappen klargemacht, dass sie sich nicht von der Strecke schießen sollen: "Unsere Priorität lag auf den 43 Punkten", erklärt Horner über den Doppelerfolg, der sich letztlich ohne ein zweites Scharmützel nach Hause bringen ließ - auch, weil Red Bull die Lücke mit dem Doppelstopp während der virtuellen Safety-Car-Phase vergrößerte und die Situation heimlich entschärfte. "Wir haben die Fahrer gebeten, das zu respektieren, was sie getan haben", so Horner.

Die Taktik bedeutet eine Zäsur bei Red Bull. Noch vor drei Jahren, ebenfalls in Malaysia, sorgte das Team mit dem Kommando "Multi-21" an seine damaligen Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber für einen Skandal. Der verschlüsselte Funkspruch war das Zeichen, die Positionen zu halten - als die Autos ebenfalls auf einen sicheren Sieg zusteuerten. Ob wissentlich oder nicht hielt sich Vettel nicht an die Ansage und der Eklat war geschehen. Das wollte Red Bull kein zweites Mal.

"Aus meiner Sicht war es gut, es ihnen zu erlauben. Beide waren im gleichen Antriebsmodus und hatten identische Leistung. Es gab für keinen einen Vorteil", erklärt Horner. Erst als Verstappens Reifen vier Runden vor dem Ende Verschleißerscheinungen offenbarten, riet sein Ingenieur ihm, zurückzustecken, um nicht den zweiten Rang durch einen zusätzlichen Boxenstopp zu riskieren.

Defekte: Haas-Team ratlos Defekte: Haas-Team ratlos 5.000 Euro Lehrgeld für verlorenen Reifen 5.000 Euro Lehrgeld für verlorenen Reifen

Ähnliche Themen:

Grand Prix von Malaysia

+ Nachberichte

Sonntag

+ Samstag

+ Freitag

Vorberichte

Weitere Artikel

Renault K-ZE wird Dacia E-Preisbrecher

Dacia bringt E-SUV für € 15.000,-

Dacia wird 2021/22 ein E-SUV auf den Markt bringen. Dieses dürfte auf dem aktuell nur in China angebotenen Renault K-ZE basieren.

Die Techno-Classica Essen findet heuer von 25. bis 29. März statt. Es warten über 1.250 Aussteller aus der ganzen Welt ... und vieles mehr.

Mit Blick auf einen möglichen MotoGP-Rücktritt erklärt Valentino Rossi, warum es 2020 gerade für ihn "sehr schwer" wird und woran er seine Entscheidung festmacht.

Kaum Sound, viel Fun

Harley-Davidson LiveWire - im Test

Die Harley-Davidson LiveWire zoomt sich mit 106 PS in verhalten surrenden drei Sekunden auf 100 km/h. Wir testen die erste Elektro-Harley.