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Grand Prix von Mexiko

„Zuverlässigkeit unter Kontrolle bekommen“

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul spricht offen über die Zuverlässigkeitsprobleme des Herstellers und möchte seine Kunden nicht enttäuschen.

"Das oberste Ziel ist, die Zuverlässigkeit unter Kontrolle zu bringen", seufzt Renault-Teamchef Cyril Abiteboul. "Das wussten wir. Das wissen wir", legt der Franzose nach. Gefallen sind die Worte bereits nach dem Großen Preis der USA am vergangenen Wochenende, als sowohl Nico Hülkenberg (Renault) als auch Daniel Ricciardo von Kundenteam Red Bull mit technischen Problemen aufgeben mussten.

Es scheint fast so, als wusste Abiteboul, was am kommenden Wochenende auf ihn zukommen würde. Denn in Mexiko ist die Situation für ein Team noch schlimmer: Toro Rosso. Die Jungbullen erlitten gleich vier Antriebsschäden an den bisherigen zwei Tagen - zuverlässig in jeder der vier Sessions genau einen. McLaren dürfte diese Entwicklung mit Sorge gesehen haben, hoffen sie nach dem Honda-Debakel doch auf weniger Probleme.

Doch Abiteboul erbittet sich Zeit für Renault. In diesem Jahr könne man nichts mehr an der Zuverlässigkeitsschraube drehen, weil die Motoren bereits fertiggestellt sind. Für 2018 soll aber noch einmal ein Schritt gemacht werden. In Austin führte man bereits eine neue Ausbaustufe ein, die einen Ausblick auf die kommende Saison geben soll, doch weitere Schritte werden folgen.

Vor allem wird Renault seine Arbeitsweise bei der Entwicklung und in Sachen Projektmanagement verändern. Laut Abiteboul möchte man in Zukunft "viel früher" fertig sein und alles eingefroren haben, "damit wir mehr Zeit haben, jede einzelne Komponente zu validieren und abzusegnen". Dadurch soll vor allem die Zuverlässigkeit erhöht werden, die 2017 immer wieder gelitten hat.

"Ich bin mir sicher, dass McLaren so etwas von uns erwartet", stellt Abiteboul hohe Ansprüche. "Es gibt hohe Erwartungen, und wir dürfen unsere verschiedenen Kunden und Fahrer nicht enttäuschen."

Das hat aber die neue Motorenausbaustufe durchaus getan. Renault hatte an jedes seiner drei Teams in Austin ein neues Triebwerk geliefert. Nico Hülkenberg (Renault) musste schon kurz nach dem Start aufgeben und konnte somit keine Erkenntnisse sammeln, und Brendon Hartley (Toro Rosso) kam im Rennen durch, erlebte aber im Qualifying von Mexiko, wie sein Aggregat den Geist aufgab.

Einzig Max Verstappen (Red Bull) scheint noch keine Probleme bekommen zu haben, doch der Niederländer ist in dieser Saison schon häufig ein gebrandmarktes Kind gewesen.

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