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Grand Prix von Frankreich

Hamilton siegt, Vettel rammt Bottas

Lewis Hamilton hat den Großen Preis von Frankreich ungefährdet für sich entschieden: Vettel nach Startkollision mit Bottas nur Fünfter.

Lewis Hamilton hat den Großen Preis von Frankreich in souveräner Manier für sich entschieden. Der Mercedes-Pilot holte nach der Pole-Position auch den Rennsieg, der zu keiner Zeit gefährdet war. Hinter dem Briten landeten Max Verstappen (RBR) und Kimi Räikkönen (Ferrari) auf dem Podium. Sebastian Vettel (Ferrari) wurde nach einer Startkollision und anschließender Strafe Fünfter hinter Daniel Ricciardo (RBR).

Am Start ging es bereits zwischen den Topfavoriten hoch her. Sebastian Vettel erwischte auf Ultrasoft den besseren Start als die Mercedes, räumte in der ersten Kurve jedoch Valtteri Bottas ab, weil er sich etwas verbremste. Der Deutsche musste mit einem kaputten Frontflügel zurück an die Box, und auch Bottas kam mit einem Reifenschaden zum Service - beide lagen am Ende des Feldes.

Dahinter erwischte es ausgerechnet die beiden Franzosen im Feld: Esteban Ocon (Force India) zog wenige Kurven später plötzlich nach innen und erwischte Landsmann Pierre Gasly (Toro Rosso) auf dem falschen Fuß. Beide kollidierten und schieden bereits nach nicht einmal einer halben Runde aus. Vettel kollidierte derweil ein zweites Mal und schickte Romain Grosjean (Haas) in die Auslaufzone - aber ohne größere Auswirkungen.

Das Chaos spielte Hamilton in die Karten. Der Brite war seine zwei ärgsten Verfolger los und konnte sich nach der Safety-Car-Phase etwas von den beiden RBR absetzen, während Vettel - mit einer Fünf-Sekunden-Strafe ausgestattet - und Bottas von hinten auf Softreifen durchs Feld pflügten. Für den Deutschen war das relativ einfach: Schon nach 20 Runden lag der Ferrari-Pilot wieder auf Rang fünf.

In der 26. Runde war es Verstappen, der als erster Spitzenpilot zu seinem regulären Boxenstopp kam. Der Niederländer kam auf Softreifen genau vor Vettel wieder heraus. Drei Runden später folgte sein Teamkollege Ricciardo, der sich allerdings hinter dem Deutschen wieder einsortieren musste. Derweil musste Sergio Perez sein Auto mit einem Motorproblem in der Box abstellen und den Tag für Force India beenden.

Lewis Hamilton schaffte 33 Umläufe auf seinem Ultrasoft, bevor er zur Box kam und sich die Softs abholte. Das war der einzige Moment im Rennen, in dem der Brite seine Führung abgab - aber nur bis Kimi Räikkönen schließlich eine Runde später zu seinem Stopp kam. Der Finne kam auf Rang fünf hinter Vettel wieder auf die Strecke. Der Deutsche hatte kurz zuvor Rang drei an Ricciardo verloren.

Hamilton cruiste derweil an der Spitze und behielt immer einen Vorsprung von rund fünf Sekunden auf Verstappen. Dahinter gab es noch einen Platztausch zwischen Räikkönen und Vettel, bevor der Deutsche doch noch einmal zum Reifenwechsel kam und sich in der 41. von 53 Runden die Ultrasoft-Reifen abholte.

Fünf Runden vor dem Ende schnappte sich Räikkönen noch Ricciardo im Kampf um Rang drei, als er vor der Mistral-Schikane einfach am Australier vorbeikam, dessen eher auf Regen ausgelegtes Set-up nicht aufging, weil der Niederschlag auf sich warten ließ.

Carlos Sainz (Renault) verlor in der Schlussphase Rang sechs wegen fehlender Leistung, Lance Stroll (Williams) schied mit einem Reifenschaden aus und sorgte für ein Ende unter Virtuellem Safety-Car.

Im Ziel hieß es schließlich Hamilton vor Verstappen, Räikkönen, Ricciardo und Vettel. Kevin Magnussen wurde als Sechster Best of the Rest vor Bottas und Sainz. Nico Hülkenberg (Renault) und Charles Leclerc (Sauber) holten als Neunter und Zehnter die letzten Punkte.

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