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Grand Prix von Russland

Nach Strafenirrsinn Reformen gefordert

Nach dem Sotschi-Qualifying hagelte es Kritik an den teils kuriosen Aktionen von Lewis Hamilton, Red Bull Racing und Renault im Q2.

Nach den diversen Kontroversen im Qualifying für den Grand Prix von Russland fordert Ross Brawn, neuer Sportchef der Formel-1-WM, Konsequenzen für das sportliche Reglement, allerdings auch mehr Verantwortungsbewusstsein der Teams. Besonders gegen den Strich geht ihm, dass Red Bull Racing plante, nur im Q1 zu fahren, um nach Motorstrafen Reifen zu sparen und das Material zu schonen.

Brawn sieht nicht nur die FIA und den kommerziellen Rechteinhaber Liberty in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen. "Alle Beteiligten müssen gemeinsam eine Lösung finden, um den Strafen Herr zu werden", befand angesichts des Umstands, dass in Sotschi fünf der 20 Autos zurückversetzt wurden und erst eine eigene Pressemeldung Klarheit in die finale Startaufstellung brachte.

Ziel des Briten sei eine Anpassung des Reglements dahingehend, dass am Ende nicht die Fahrer die Angeschmierten seien und die Show darunter leide. Wie genau solche neue Vorschriften aussehen könnten, verschwieg Brawn jedoch, wohlwissend um die Zwickmühle, dass die Begrenzung der Aggregatskontingente dem Ziel geschuldet war, die Kosten in der Formel-1-WM einigermaßen niedrig zu halten.

Mit Blick auf Red Bull Racing polterte Brawn: "Da ist es besser, es wie Renault auf Startreihe sechs und die freie Reifenwahl anzulegen." Klar ist, dass das Aussitzen von Q2 in niemandes Interesse gewesen sein kann, ebenso wenig wie Lewis Hamiltons Aktion, sich mit Ultrasoftpneus für Q3 zu qualifizieren, um dann mit Hypersoftreifen bis zur Schlusskurve zu üben, aber keine Zeit zu setzen.

"Es ist nicht gut für die Show, wenn einer ein paar Meter vor der Ziellinie absichtlich bremst", so Brawn. "Diejenigen von uns, die glauben, dass das größte Kapital der Formel-1-WM die Fans wären, sollten sich die Regeln ansehen, um sicherzustellen, dass sie verständlich sind und für die bestmögliche Show sorgen."

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