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Grand Prix von Japan

Hamilton: „Das beste Team der Welt“

Lewis Hamilton war auch in Suzuka das Maß der Dinge und erklärt was Mercedes besser macht als die restlichen Teams.

Mercedes hat im Qualifying zum Großen Preis von Japan wieder einmal die beste Arbeit abgeliefert und sich souverän in die erste Startreihe gesetzt. Lewis Hamilton feierte in Suzuka seine mittlerweile 80. Pole und bekommt Rückendeckung von Teamkollege Valtteri Bottas, der mit drei Zehntelsekunden Rückstand auf Rang zwei landete. Und die Konkurrenz? 1,3 Sekunden zurück! Eine Machtdemonstration.

Die Silberpfeile waren zwar als Favoriten in die Qualifikation gegangen, doch die Entscheidung fiel zu Beginn von Q3. Während die Ferraris einen strategischen Fehler begingen und beide Piloten auf Intermediates losfuhren, bewahrte Mercedes bei schwierigen Verhältnissen die Ruhe und schickte seine Fahrer auf Trockenreifen los. "Wir saßen in der Garage und haben gewartet, und Ferrari ist mit Intermediates rausgefahren. Ich dachte ehrlich gesagt nicht, dass es die richtige Entscheidung ist", meint Lewis Hamilton.

Und so war es auch: Ferrari nahm sich mit seiner Entscheidung selbst aus dem Pole-Rennen, während Mercedes alles richtig gemacht hatte. "Das ist ein weiterer großer Unterschied, den wir als Team in diesem Jahr gemacht haben. Alle Teams haben schlaue Leute, aber es geht darum unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen", meint der amtierende Weltmeister. "Darum sind wir das beste Team der Welt."

Doch auch die Fahrer konnten ihren Job erledigen. Viele andere flogen von der Strecke ab, doch Hamilton und Bottas setzten die Pace ihres Autos um, auch wenn es in Q3 schwierig zu werden drohte. "In der Garage konnte man sehen, dass es regnet und dass sich ein paar Autos gedreht haben", beschreibt Hamilton die Momente vor Q3. "Es war schwierig zu wissen, wo die Strecke trocken und wo nass sein würde."

Vor allem Kurve 1 sollte sich als Knackpunkt erweisen. "In der letzten Kurve ist kein Regen, aber dann nimmt es Tropfen für Tropfen auf deinem Visier zu: ein Tropfen, zwei Tropfen, zehn Tropfen", schildert er. "In der ersten Kurve ist man sich dann nicht sicher, ob es nass oder trocken ist. Ich bin es vorsichtig angegangen, und das war gut so, denn manch andere sind abgeflogen."

Auch Bottas hatte in der ersten Kurve seinen Moment, doch weil der zweite Run ohnehin keine Bedeutung mehr hatte, gab es für ihn keine Konsequenzen. Bei etwas besseren Bedingungen hatte er sich zuvor schon auf Rang zwei gesetzt. Gegen Lewis Hamilton hatte er aber keine Chance. "Alles kam in Q3 auf eine Runde an, und bei mir fehlte etwas in den Sektoren zwei und drei", sagt er.

Doch das ist ihm nach dem Training auch schon ausreichend. Dort hatte der Finne nämlich mit Balanceproblemen zu kämpfen und fühlte sich im Auto nicht wohl. Erst im Laufe des Qualifyings wurde es besser, und Bottas bekam sein Zutrauen ins Auto zurück. In Q2 war es so vollständig erhalten, dass er sogar die Bestzeit einfahren konnte - übrigens wie Hamilton auf Softreifen, während Ferrari selbst auf Supersoft langsamer war.

Das gibt Mercedes für den Sonntag eine noch bessere strategische Ausgangsposition. Denn während die Konkurrenz hinter den Silberpfeilen auf Supersofts starten muss, kann Mercedes die Pace trotz härterer Reifen bestimmen. "Nach der ersten Enthusiasmus-Ekstase über das Ergebnis denke ich immer an den Renntag, und der ist morgen", legt Motorsportchef Toto Wolff den Fokus schon auf Sonntag.

Dennoch herrscht bei Mercedes nach dem Qualifying an allen Ecken und Enden Stolz. "Das Team hat an diesem Wochenende fantastische Arbeit abgeliefert", lobt Lewis Hamilton, und auch Bottas stimmt zu: "Ich möchte dem Team sagen, dass es heute stolz sein kann. Nicht nur auf das Auto, sondern auch auf die Arbeit als Team. Jede einzelne Entscheidung war richtig."

Vor allem seien alle Beteiligten trotz der hektischen Session ruhig geblieben. "Wir haben uns an unseren Plan gehalten und die richtigen Entscheidungen getroffen", lobt er und zollt seinem Rennstall Respekt: "Von dem was ich gesehen habe, war es für uns als Gruppe einer der besten Tage."

Und als Bonus steht der große WM-Rivale Sebastian Vettel nur auf Startplatz acht. Bei 50 Punkten Vorsprung, einer Doppelpole, einer überholfeindlichen Strecke und einem Konkurrenten weit hinten, spricht vieles für Mercedes. "Er hat ein schnelles Auto", sagt Wolff über Vettel, "aber wenn er gegen Lewis kämpft und alles gut geht, dann wird es schwierig für ihn."

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