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Grand Prix von Spanien

Mercedes auch beim Test an der Spitze

Auch bei den Testfahrten in Barcelona führte kein Weg an Mercedes vorbei – Bottas war gleich um 1½ Sekunden schneller als Ferrari.

Valtteri Bottas hat bei den Barcelona-Testfahrten die Bestzeit markiert. Der Mercedes-Pilot umrundete den Circuit de Catalunya in 1:15,511 und war damit nur rund eine Zehntel langsamer als bei seiner Polerunde am Samstag an selber Stelle. Für Aufregung sorgte vor allem Callum Ilott, der mit seinem Sauber C38 gleich zwei Mal von der Strecke abkam. Der Formel-2-Pilot konnte erstmals einen Formel-1-Boliden testen, drehte sich am Vormittag aber ins Kiesbett. Am Nachmittag hatte er in Kurve 3 einen weiteren Ausritt, nach dem sein Tag vorzeitig beendet war.

"Ich bin unglaublich enttäuscht. Ich fühle mich, als hätte ich das Team enttäuscht", berichtete Ilott, um zu ergänzen: "Bis zum Unfall lief es ziemlich gut, und ich hatte Spaß, aber dann bin ich abgeflogen. So hatte ich mir das Ende meines ersten Tages in einem Formel-1-Auto nicht vorgestellt. Trotzdem war es eine tolle Lernerfahrung." Er brachte es auf 41 Runden und den vorletzten Platz. Neben ihm waren mit Pietro Fittipaldi (Haas), Nicholas Latifi (Williams) und Nick Yelloly (Racing Point) noch drei weitere Rookies dabei.

Etwas vorzeitig endete der Testtag derweil auch für RB15-Pilot Pierre Gasly; er rollte kurz vor Beginn der letzten Stunde auf der Start-Ziel-Geraden aus. "Wir glauben, dass es ein Problem mit dem Getriebe sein könnte, aber wir untersuchen es noch. Es hatte nichts mit dem Aggregat zu tun. Wir haben etwas Zeit verloren, aber trotzdem den Großteil des Programms abgespult. An Tagen wie heute geht es darum, verschiedene Richtungen auszuprobieren. Wir haben größere Änderungen vorgenommen, die wir an einem Rennwochenende nicht machen würden", berichtete der Franzose.

Getestet wurde acht Stunden lang. Am Vormittag waren die Piloten zwischen 9 und 13 Uhr auf der Strecke, am Nachmittag noch einmal zwischen 14 und 18 Uhr. Den ganzen Tag über blieb es trocken. Ferrari und Racing Point durften je zwei Autos einsetzen, weil Sergio Pérez und Sebastian Vettel die Reifenprototypen für die Saison 2020 testen sollten. An die einsame Bestzeit von Bottas kam keiner der anderen zwölf Piloten heran.

Hinter Bottas sortierten sich Charles Leclerc (Ferrari; + 1,422 Sekunden), Daniil Kvyat (Toro Rosso; + 2,168) und Nico Hülkenberg (Renault; + 2,540) ein. Ganz am Ende des Feldes lag wie erwartet Williams, mit 134 Runden war Latifi (+ 5,159) immerhin fleißigster Pilot. "Für mich war heute das Ziel, möglichst viele Runden zu absolvieren und mich im Auto wohler zu fühlen", berichtete der Kanadier, der heuer für Williams auch noch an einigen Trainingssitzungen teilnehmen soll.

Wie bei Testfahrten üblich sind die Zeiten nicht besonders relevant, weil die Teams verschiedene Programme absolvierten. Zudem standen den Piloten, anders als am Rennwochenende, auch die beiden weichsten Reifenmischungen zur Verfügung. Bottas markierte seine Bestzeit auf der weichsten Mischung, Leclerc hingegen war auf der zweithärtesten unterwegs. Am Mittwoch wird in Barcelona noch einmal acht Stunden lang getestet, dann wird unter anderem Formel-2-Pilot Nikita Mazepin erstmals für Mercedes testen.

Beste Rundenzeiten, Dienstag

 1. Bottas      Mercedes      131  1:15,511
2. Leclerc Ferrari 132 1:16,933
3. Kvyat Toro Rosso 121 1:17,679
4. Hülkenberg Renault 68 1:18,051
5. Gasly RB Racing 118 1:18,140
6. Sainz jr. McLaren 64 1:18,263
7. Fittipaldi Haas 103 1:18,326
8. Yelloly Racing Point 111 1:18,361
9. Vettel Ferrari 133 1:18,425
10. Norris McLaren 44 1:18,567
11. Pérez Racing Point 118 1:19,719
12. Ilott Sauber/Alfa 41 1:19,819
13. Latifi Williams 133 1:20,670

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