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Grand Prix von Italien

McLaren für Boxenstoppfehler bestraft

Durch eine lose Radmutter löste Carlos Sainz jr. ein virtuelles Safety Car aus, wofür sein McLaren-Team nun eine Strafe kassierte.

McLaren-Pilot Carlos Sainz junior war beim Grand Prix von Italien in Monza einer von nur drei Piloten, die nicht ins Ziel gekommen sind. Nach 28 Runden, als er an sechster Stelle liegend an die Box gekommen war, musste der Spanier seinen MCL34 mit lockerem rechten Vorderrad abstellen. Der Zwischenfall führte zu einem virtuellen Safety Car.

Für die Unachtsamkeit wurde gegen McLaren eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro verhängt. "Die Kommissare haben bemerkt, dass das Auto mit der Startnummer 55 auf eine Weise aus der Box geschickt wurde, die unsportlich im Sinne von Artikel 28.13 des sportlichen Reglements war. Wir halten aber fest, dass der Fahrer sofort angehalten hat, als das Problem am rechten Vorderrad offensichtlich wurde", hieß es im Urteil.

Sainz jr. bezeichnete den Vorfall in erster Linie als schade: "Der sechste Platz schien uns heute sicher zu sein. Die beiden Renault waren schneller, und Albon konnte mich nicht überholen, als er mich eingeholt hatte." Den Boxenstopp selbst bezeichnete der Spanier als ein wenig chaotisch: "Es gab ein Missverständnis. Die Ampel schaltete auf Grün, und ich dachte, dass ich losfahren kann. Dann sprang die Ampel wieder auf Rot, und der Wagen wurde erneut aufgebockt. Das Rad wurde festgezogen, und das Auto wieder heruntergelassen."

Er dachte, nun losfahren zu können, doch dem war nicht so: Wenige Meter später machte sich das rechte Vorderrad selbständig. Sainz junior wurde vom Team angewiesen, das Auto abzustellen. "Letzten Endes war es ein Unglück, aber solche Dinge passieren. Wir alle sind Menschen und können Fehler machen. Vielleicht ist auch irgendwo etwas gebrochen. Wir müssen es analysieren, lernen und verbessern", so der Spanier.

McLaren-Teamchef Andreas Seidl sagte dazu: "Es war vorne rechts ein ziemlich verkorkster Reifenwechsel. Dadurch wurde die Radmutter nicht voll angezogen. Wir realisierten das ziemlich schnell und mussten das Auto aus dem Rennen nehmen. Leider kommt so etwas vor. Trotzdem haben wir im Vergleich zum Vorjahr als Team auch im Bereich der Boxenstopps große Fortschritte gemacht. Wir hatten schon ein paar tolle Rennen, in denen wir Gegner durch gute Boxenstopps überholt haben. Jetzt ist wichtig, dass wir nach Hause gehen und dort im Detail analysieren, wie es dazu kommen konnte."

Sein Fahrer sieht es genauso und macht der McLaren-Crew keinen Vorwurf: "Grundsätzlich waren unsere Boxenstopps und Strategien in diesem Jahr immer sehr gut. Heute haben wir deshalb acht Punkte verloren, aber insgesamt haben wir rückblickend wesentlich mehr Punkte dank Strategie und Boxenstopps gewonnen als wir heute verloren haben. Wir müssen es natürlich analysieren, was schiefgelaufen ist, aber traurig müssen wir nicht sein."

Bitter für McLaren ist allerdings, dass Renault als direkter Verfolger in der Konstrukteurs-WM mit den Plätzen vier und fünf bei einem zehnten Platz des zweiten McLaren-Piloten Lando Norris mit einem Schlag 21 Punkte aufgeholt hat. Sieben Rennen vor Saisonende beträgt McLarens Vorsprung auf das Werksteam seines Motorlieferanten jetzt nur noch 18 Zähler.

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