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Grand Prix von Italien

Hamilton-Kritik an Masi, dieser kontert

Der FIA-Rennleiter arbeitet gerne mit Verwarnungen – anders als der Brite glaubt er nicht, dass dadurch aggressiver gefahren wird.

Lewis Hamilton war nicht glücklich damit, dass es in Monza keine Strafe gegen Charles Leclerc gab. Dabei ging es dem Weltmeister nicht so sehr um die harte Fahrweise des Ferrari-Piloten, der ihn vor der zweiten Schikane Richtung Grünstreifen drängte; vielmehr forderte er nach dem Rennen eine Klarstellung der Regeln.

"Es ist gut, dass wir hart rennfahren dürfen", stellte Hamilton klar. "Ich muss nur wissen, wie ich mich im Zweikampf verhalten darf." Diesbezüglich habe die Rennleitung in ihren Entscheidungen zuletzt Konstanz vermissen lassen. Rennleiter Michael Masi sieht das anders: Leclerc wurde für den Vorfall zwecks Verwarnung die schwarz-weiße Flagge gezeigt, womit die FIA genau den Weg weiterverfolgt habe, den man bereits in Spa eingeschlagen hätte.

Dort habe Pierre Gasly für ein ähnliches Vergehen ebenfalls die schwarz-weiße Flagge gesehen. "Ich denke, sie erfüllt ihren Zweck, aber man muss sich jeden Zwischenfall separat anschauen", so Masi. Vergleiche mit anderen Situationen in der Vergangenheit seien daher schwierig. Fakt ist, dass das "Comeback" der Verwarnflagge im Grand-Prix-Sport Teil einer neuen Herangehensweise der Rennleitung ist.

Die Flagge gibt es im Motorsport zwar seit ewigen Zeiten, vor Spa wurde sie in der Formel-1-WM aber seit längerem nicht mehr aktiv genutzt. "Sie verändert die Dynamik. Das Prinzip 'Lasst sie kämpfen' bringt verschiedene Faktoren mit sich", erklärte Masi und erinnerte daran, dass es dazu 2019 viele Diskussionen gegeben habe. Die Entscheidung, den Fahrern im Zweikampf mehr Freiraum zu geben, sei in Abstimmung mit Piloten und Teams gefallen.

"Letztlich ist es die Entscheidung der Rennkommissare, ob jemand bestraft wird", gab er zu Bedenken. Er selbst könne lediglich die schwarz-weiße Flagge zeigen. Die Rennkommissare hätten zwar die Möglichkeit, trotzdem eine Untersuchung einzuleiten, doch es gibt auch kritische Stimmen an der neuen Einstellung. Einige glauben, dass die "Verwarnflagge" Piloten ermutigen könnte, aggressiver zu fahren.

"Ich denke nicht, dass Aggression das richtige Wort ist", so Masi, der eher von "hartem Rennsport" sprechen möchte. "Ich denke nicht, dass sie gefährlicher fahren werden. Sie bewegen sich an der Grenze, und diese kann man relativ leicht überschreiten." Hätte es zum Beispiel zwischen Hamilton und Leclerc eine Berührung gegeben, wäre die Strafe wohl härter ausgefallen.

Masi ist jedenfalls der Ansicht, dass sich die schwarz-weiße Flagge bislang bewährt habe. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, in Zukunft auch wieder auf die schwarze Flagge für den Rennausschluss zurückzugreifen, antwortete er: "Man muss schon etwas wirklich Schwerwiegendes anstellen, um disqualifiziert zu werden." Im Zweifel könne eine Disqualifikation überdies auch erst nach Rennende erfolgen.

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