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Rallye Dakar 2022: 11. Etappe Bikes Der Brite Sam Sunderland geht als Führender in die letzte Etappe
GasGas

Rallye Dakar 2022: Sunderland erobert Führung zurück, Walkner Dritter

Dreikampf um den Dakar-Sieg: In der vorletzten Etappe setzt sich wieder Sam Sunderland an die Spitze - Pablo Quintanilla und Matthias Walkner die Verfolger

In der Motorradkategorie setzte sich der spannende Dreikampf um den Sieg bei der Rallye Dakar 2022 in Saudi-Arabien fort. Sam Sunderland (GasGas) eroberte in der elften Etappe mit Platz zwei die Gesamtführung zurück. Der Brite hat knappe sieben Minuten Vorsprung auf Honda-Speerspitze Pablo Quintanilla. Der Österreicher Matthias Walkner (KTM) verbesserte sich auf Rang drei und wahrte mit 7:15 Minuten Rückstand seine Chancen.

Der vorletzte Tag war eine Schleife rund um die Stadt Bischa. Die gewertete Speziale betrug 346 Kilometer. Sie wurde von vielen als "Königsetappe" bezeichnet, da es nur Sand und unzählige Dünen jeder Art gab. Die Navigationskünste wurden auch auf die Probe gestellt.

Am Vortag hatten einige Fahrer zum Schluss gebremst, um für heute eine bessere Ausgangsposition zu haben. Walkner stand als 26. an der Startlinie und konnte sich an den Spuren orientieren. Adrien van Beveren (Yamaha), der als Gesamtführender in den Tag ging, fuhr schon als Vierter los.

Walkner bekam Unterstützung von seinem KTM-Teamkollegen Kevin Benavides. Der Titelverteidiger musste gestern wegen eines technischen Problems aufgeben. Mit repariertem Motorrad durfte der Argentinier heute weiterfahren, spielt in der Gesamtwertung aber keine Rolle mehr.

Die ersten Starter verlieren viel Zeit

Es zeigte sich früh, dass in der "Königsetappe" alles möglich war. Schon nach Kilometer 43 hatte sich die virtuelle Gesamtwertung bei den Spitzenfahrern komplett verändert. Quintanilla, Sunderland und Walkner kämpften um die Gesamtführung.

Nach 127 Kilometern hatte van Beveren schon eine Viertelstunde eingebüßt und Joan Barreda (Honda) neun Minuten. Sunderland führte das virtuelle Tagesklassement nach 214 Kilometern an. Zu diesem Zeitpunkt lag er auch in der Gesamtwertung vor Walkner und Quintanilla an der Spitze.

Van Beveren und Barreda verloren kontinuierlich Minuten. Ihre vorderen Startplätze waren ein klarer Nachteil. Somit gab es einen Dreikampf um den Etappensieg und um die Führung in der Gesamtwertung. Es blieb bis zum Schluss spannend.

Matthias Walkner auf Podestkurs

Schließlich sicherte sich Kevin Benavides seinen ersten Etappensieg mit KTM. Sunderland belegte Rang zwei. Walkner folgte mit knappen fünf Minuten Rückstand als Vierter. Quintanilla fehlten fast acht Minuten. Mit diesem Ergebnis änderte sich die Gesamtwertung.

Sunderland hat wieder die Spitze zurückerobert. Der Brite, der die Dakar im Jahr 2017 in Südamerika gewonnen hat, geht mit einem Vorsprung von 6:52 Minuten auf Quintanilla in den letzten Tag. Walkner ist neuer Dritter und hat 7:15 Minuten Rückstand.

Toby Price (KTM), Luciano Benavides (Husqvarna), Barreda und van Beveren, die in dieser Reihenfolge die Etappe begonnen hatten, verloren viel Zeit und waren nicht in den Top 10 der Tageswertung zu finden. Van Beveren büßte 21 Minuten auf Sunderland ein.

Damit sind die Sieghoffnungen von Yamaha praktisch vorbei. Van Beveren ist in der Gesamtwertung auf Platz vier zurückgefallen. Sein Rückstand beläuft sind auf eine Viertelstunde.

Morgen führt die zwölfte und letzte Etappe über 680 Kilometer von Bischa nach Dschidda. Die letzte Speziale umfasst 164 Kilometer.

Ergebnis der 11. Etappe (Top 10):
01. Kevin Benavides (KTM) - 3:30:56 Stunden
02. Sam Sunderland (GasGas) +0:04 Minuten
03. Joaquim Rodrigues (Hero) +2:26
04. Matthias Walkner (KTM) +4:54
05. Ricky Brabec (Honda) +5:22
06. Pablo Quintanilla (Honda) +7:40
07. Jose Ignacio Cornejo (Honda) +8:05
08. Romain Dumontier (Husqvarna) +15:00
09. Andrew Short (Yamaha) +15:46
10. Stefan Svitko (KTM) +17:51

Gesamtwertung nach 11 von 12 Etappen (Top 10):
01. Sam Sunderland (GasGas) - 37:04:05 Stunden
02. Pablo Quintanilla (Honda) +6:52 Minuten
03. Matthias Walkner (KTM) +7:15
04. Adrien van Beveren (Yamaha) +15:30
05. Joan Barreda (Honda) +27:54
06. Ricky Brabec (Honda) +37:24
07. Jose Ignacio Cornejo (Honda) +41:02
08. Andrew Short (Yamaha) +43:40
09. Mason Klein (KTM) +51:09
10. Toby Price (KTM) +52:27

Motorsport-Total.com

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