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Frank Williams: Ohne Max Mosley wären wir nie so erfolgreich gewesen Frank Williams und Max Mosley trafen sich in der Formel-1-Welt häufiger
Motorsport Images

Frank Williams: Ohne Max Mosley wären wir nie so erfolgreich gewesen

Frank Williams trauert um seinen ehemaligen Weggefährten Max Mosley, der in der Anfangszeit des Rennstalls eine wichtige Rolle gespielt hat

Die Motorsportwelt trauert um Max Mosley. Und ganz besonders trauert der frühere Teamchef Frank Williams um seinen ehemaligen Weggefährten. Beide sind sich in ihren Karrieren gleich mehrfach über den Weg gelaufen, und Williams sagt sogar: "Das Team hätte ohne die Unterstützung von Max nicht das erreicht, was es erreicht hat."

Denn: "Max hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die weite Welt des Motorsports, auf einem persönlichen Level hat er aber eine wichtige Rolle gespielt, die Grundsteine für das Williams-Team zu legen."

Williams und Mosley lernten sich bereits in den 60er-Jahren kennen, als Mosley noch eine Rennfahrerkarriere anstrebte und in der Formel 2 unterwegs war. "Ich habe damals sein Auto vorbereitet, und obwohl er nie der schnellste Fahrer war, war er hinter dem Lenkrad immer intelligent", erinnert sich der spätere Formel-1-Teamchef.

Mosley gab seine Rennfahrerkarriere auf und gründete mit drei Kollegen den Hersteller March, dessen Anfangsbuchstabe M für Mosley stand. Auch hier arbeitete Williams wieder mit ihm zusammen und setzte Anfang der 70er-Jahre Kundenautos unter dem Namen Frank Williams Racing Cars in der Formel 1 ein.

Als der Brite schließlich 1977 das heutige Williams-Team gründete, kam er erneut auf Mosley zurück und ging ab dem Spanien-Grand-Prix mit einem March 761 an den Start. "Der Tod von Max geht mir durch seine Rolle in den Anfängen von Williams Racing besonders nahe", sagt Frank Williams. Erst am vergangenen Wochenende hatte sein Rennstall in Monaco seinen 750. Grand Prix gefeiert.

"Das Team hätte ohne die Unterstützung von Max in der Anfangszeit nicht das erreicht, was es erreicht hat. Dafür werde ich ihm immer dankbar sein", so Williams.

Später kam man auch auf politischer Ebene zusammen. Mosley und Williams gehörten zu den Gründungsmitgliedern der Teamvereinigung FOCA (Formula One Constructors' Association), die die Interessen der Teams gegenüber dem Automobilverband vertrat. 1993 wurde Mosley schließlich Präsident der FIA.

"Als Teambesitzer musste ich häufig mit ihm umgehen, und auch wenn wir nicht bei allen Problemen der gleichen Ansicht waren, war er immer gewillt, ein ernsthaftes Gespräch und einen Meinungsaustausch zu haben", so der 79-Jährige.

"Er hat den Sport in dieser Zeit in eine neue Ära geführt, die durch eine verbesserte Sicherheit und technologische Innovation geprägt war. Dafür wird er immer in liebevoller Erinnerung bleiben", sagt Williams, der Mosley als "smarten, talentierten Mann" beschreibt.

"Meine Gedanken und die der Williams-Familie sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie und seinen Freunden."

Motorsport-Total.com

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