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Motorrad-WM: Mugello

Espargaró in den Top 10, Zarco Letzter

Während KTM-Pilot Pol Espargaró in Italien das Beste aus den Bedingungen macht, ist Teamkollege Johann Zarco einfach nicht in Form.

Fotos: Sebas Romero

Mit Platz neun in Mugello hat Pol Espargaró für KTM das vierte Top-10-Ergebnis dieser Saison geholt – und das auf einer Strecke, die sich für den Hersteller aus Österreich in der Vergangenheit stets als schwierig erwiesen hat. "Ich bin insgesamt zufrieden. Wir wussten, dass dieses Rennen hart werden würde", resümierte Espargaró den Grand Prix von Italien.

"Der Rückstand auf die Spitze war nicht ganz, was wir erwartet hatten. Wir haben mit etwas weniger gerechnet, aber das Rennen war viel schneller als im Vorjahr. Wir waren 14 Sekunden schneller im Vergleich zu uns selbst. Damit müssen wir happy sein", sagte der KTM-Pilot, dem im Ziel 16,5 Sekunden auf Rennsieger Danilo Petrucci (Ducati) fehlten.

Nach dem sechsten Platz in Le Mans gestand er allerdings ein: "Natürlich wollen wir mehr, aber diese Strecke zählt neben Barcelona für uns zu den härtesten der Saison, deshalb sind wir glücklich über die Punkte." Im Rennen kämpfte er unter anderem mit Cal Crutchlow (LCR/Honda), Michele Pirro (Ducati) und Fabio Quartararo (SIC/Yamaha).

Letzteren konnte Espargaró zum Schluss noch überholen und sich Rang neun sichern. Im Vergleich zur Konkurrenz sieht er KTM vor allem bei hohen Temperaturen und niedrigen Gripverhältnissen, wie sie in Mugello herrschten, noch etwas im Hintertreffen. Am Kurvenausgang und bei den Richtungswechseln hatte der Spanier zu kämpfen.

"Ich bin viele Runden hinter Pirro gefahren. Auf Strecken wie dieser, wo uns Traktion fehlt, können die anderen das Motorrad aus der Kurve heraus schneller aufstellen, weil sie eine bessere Bodenhaftung haben", hielt Espargaró fest. Er müsse derzeit noch viel Kraft aufwenden, um das zu kompensieren, was vor allem gegen Rennende ein Problem sei.

Um das zu beheben, baut der Spanier vor allem auf die Aerodynamik: "Wir haben in dem Bereich jede Menge Ideen. Einige davon werden bald kommen, andere brauchen noch etwas mehr Entwicklung. Ich bin überzeugt, dass wir Ende des Jahres ein ziemlich anderes Motorrad haben werden als jetzt, was die Aero angeht – und das wird helfen."

Mit Blick auf den nächsten Grand Prix in Barcelona dämpfte Espargaró die Erwartungen jedoch: "Auch wenn es mein Heim-Grand-Prix ist, gehört die Strecke nicht zu meinen Favoriten. Der Druck ist hoch, und ich will natürlich gut abschneiden, aber es ist ein schwieriger Kurs für uns, auf dem wir in den vergangenen Jahren nicht schnell waren."

Trotzdem ist er guten Mutes: "Unser Motorrad ist jetzt ein anderes, und es gibt in diesem Jahr einen neuen Vorderreifen. Wir haben außerdem vielleicht noch etwas in petto, mit dem wir uns in Barcelona steigern können. Mehr darf ich noch nicht verraten, aber das Wichtigste ist, dass wir ins Ziel kommen und so viele Punkte wie möglich mitnehmen."

Das ist seinem Teamkollegen Johann Zarco in Mugello nicht gelungen, der erstmals in dieser Saison keine Punkte holte. Schlimmer noch: Zarco wurde Letzter der Wertung. Er kam an Position 17 mit fast 42 Sekunden Rückstand auf die Spitze ins Ziel. Für den Franzosen war das ein weiterer Tiefschlag in seiner schwierigen Anpassung an die KTM RC16.

"Ich wollte im Rennen den weichen Hinterreifen nehmen, um gleich zu Beginn angreifen zu können und zu verstehen, was die anderen besser machen als ich. Ich konnte viele Informationen sammeln, auch wenn ich zum Schluss sehr gelitten habe und immer langsamer wurde", kommentierte Zarco seine Reifenwahl.

Er hatte sich als einziger Pilot für die Kombination 'hard' vorne und 'soft' hinten entschieden und wurde damit spätestens gegen Rennende durchgereicht. "Es war ein weiteres schwieriges Wochenende mit vielen Problemen", resümierte der Franzose nüchtern. Auch nach sechs Saisonrennen ist er noch immer auf der Suche nach seiner Form der Vorjahre.

"Ich muss abwarten, bis neue Teile kommen. Ich versuche, meinen Fahrstil zu ändern, aber selbst damit stellen sich mir dieselben Grenzen wie zuvor. Es ist das erste Mal, dass ich Letzter geworden bin. Für alles gibt es ein erstes Mal", sagte Zarco. Die Zuversicht will er aber nicht verlieren: "Vom letzten Platz kann es nur besser werden."

"Ich habe jetzt sechs Monate Erfahrung mit diesem Motorrad und hoffe, dass wir mit den gesammelten Informationen verstehen, was zu tun ist. Pol ist der einzige, der mit dem Motorrad im Moment zurechtkommt. Auch er hatte zu Beginn des Rennens Probleme, aber in der zweiten Hälfte konnte er die Reifen verwalten und ein gutes Tempo einschlagen."

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