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Suzuki Cup Europe: Slovakiaring

Ungarn erneut nicht zu schlagen

Bendegüz Molnar feiert am Slovakiaring einen Doppelsieg, Max Wimmer wird im ersten Rennen Dritter.

Foto: Suzuki Team Austria

An diesem Wochenende fanden auf dem Slovakiaring zwei weitere Rennen im SUZUKI Cup EUROPE statt. Man war, so wie zuletzt im Rahmenprogramm des Europäischen Truck Race Cup (ETRC) unterwegs

Die heimische Abordnung bestand diesmal aus neun Piloten, die Ungarn stellten 12 Starter.Im Qualifying am Samstag vormittag zeigte sich der Ungar Bendeguz Molnar als der schnellste Mann. Er war nicht nur in der Quali der Beste sondern auch im Kampf um die Superpole. Hier hielten sich die Österreicher Max Wimmer als Zweiter, Dominik Haselsteiner als Vierter und Fabian Ohrfandl als Fünfter ausgesprochen gut.

Das erste Rennen am Samstagnachmittag fand bei sehr heißen Temperaturen statt, die Strecke war durch den Abrieb der Trucks und des Staubes auf der Strecke äußerst rutschig, dies wurde gleich sechs Piloten zum Verhängnis, sie flogen ins Kiesbeet. Einer davon war Fabian Ohrfandl er stellte seinen Motor ab um keinen Kühlerschaden zu erleiden, was sich aber später leider doch bewahrheitete. Ebenfalls betroffen war Daniel Lemmerhofer dessen SUZUKI Swift von den Schotterstücken so demoliert wurde, wie wenn sein Wagen von einem Maschinengewehr von vorne beschossen worden wäre.

Er musste ebenfalls abstellen, da die Windschutzscheibe durchlöchert wurde. Pech hatte auch Günther Wiesmeier, der Motor seines Swift lief heiß, er musste vorzeitig aufgeben um einen größeren Schaden zu vermeiden. Der Kiesbeet-Vorfall führte ab der 1. Runde zu einer längeren Safety Carphase. Nur mehr die letzten drei Runden wurden dann noch im Renntempo gefahren. Das Rennen endete mit einem Sieg des Ungarn Bendegüz Molnar vor dem Polen Jan Antoszewski, bester Österreicher wurde einmal mehr Max Wimmer.

In der letzten Runde gelang es noch Max Zellhofer den jungen Steirer Fabio Becvar zu überholen, dieser hatte riesige Bremsprobleme und musste den Cup-Organisator ohne Gegenwehr ziehen lassen. Eine tolle Aufholjagd zeigte Dominik Haselsteiner. Der Niederösterreicher startete mit dem Notprogramm in seinem Wagen, musste in die Box wo man den Fehler beheben konnte und ging an der 18. Stelle wieder ins Rennen.

Das es am Ende noch zu einem zehnten Platz reichte, zeigte die fahrerischen Qualitäten von Haselsteiner auf. Mit einer gleichmäßigen gediegenen Leistung erreichte Oliver Müller als zweitbester Österreicher den fünften Platz. Schwerarbeit zu leisten hatte auch unser Doktor Erich Weghofer Er wurde im Rennen Neunter, leistete aber zusätzlich im Fahrerlager in zwei Notfällen sehr wichtige ärztliche Hilfe.

1.Bendegüz Molnar, Hungary 29:24,100 Min.
2.Jan Antoszewski, Polen + 02,425 Sek.
3.Max Wimmer (W) Wimmer Werk Motorsport + 03,250
4.Adam Lengyel, Hungary + 07,491
5.Oliver Müller (Stmk) SUZUKI Team Austria + 07,761
6.Martin Zellhofer (NÖ) Suzuki Team Austria + 11,106
7.Fabio Becvar (Stmk) Schiessling Racing + 12,440
8.Robert Kegyes, Ungarn + 14,258
9.Erich Weghofer NÖ (Schiessling Racing) + 16,181
10.Dominik Haselsteiner (NÖ) Wimmer Werk Motorsport + 16,556

Daniel Lemmerhofer (OÖ) Wimmer Werk Motorsport, Fabian Ohrfandl (NÖ) Suzuki Team Austria und Günther Wiesmeier (OÖe) kamen wegen der fehlenden Runden nicht in die Wertung.

Die Stimmen der drei Erstplatzierten:
Sieger Bendegüz Molnar:“ Es waren auf Grund der großen Hitze sehr schwierige Bedingungen . Im zweiten Teil des Rennens mußte man auch ständig auf die Motortemperatur achten, daher bin ich sehr froh das Rennen gewonnen zu haben

Jan Antoszewski als Zweiter:“ Es war kein sehr leichtes Rennen, die sehr rutschige Strecke und die heißen Bedingungen haben doch sehr viel Kraft gekostet. Sehr positiv war, dass ich nach dem heutigen Ergebnis die Führung in der Gesamtwertung übernommen habe.“

Max Wimmer als Dritter:“ Es war nicht sehr viel los, durch die lange Safety Car Phase konnte ich weder einen Platz gutmachen noch einen verlieren. Daher muss ich mit Rang Drei zufreiden sein, positiv war, dass ich gegenüber den Ungarn ein paar Punkte in der Gesamtwertung gutmachen konnte.“

Dieses wurde innerhalb der ersten Acht wieder in gestürzter Reihenfolge gestartet. Die äußeren Bedingungen hatten sich gegenüber gestern geändert. Der Regen in der Nacht führte zu wesentlich kühleren Temperaturen, dies obwohl die Strecke trocken war. Aus heimischer Sicht begann das Rennen mit einem Knalleffekt. Max Wimmer musste durch eine Kollision mit seinem Teampartner Dominik Haselsteiner bereits nach der 1. Runde sein Rennen aufgeben und verlor damit wertvolle Punkte.

Pech hatte neuerlich Günther Wiesmeier, er musste seinen Wagen mit einem Turboladerschaden ebenfalls vorzeitig abstellen, auch Daniel Lemmerhofer war betroffen, sein Ausfallsgrund war ein kapitaler Schaden am Kabelstrang. Die übrigen sechs Österreicher schlugen sich tapfer hatten aber gegen eine Übermacht der Ungarn wenig Chancen.

Die Magyaren mit einem Polen feierten einen Dreifacherfolg, wobei wieder Bendegüz Molnar herausstach und an diesem Wochenende seinen zweiten Sieg einfahren konnte. Bester Österreicher wurde Oliver Müller als Vierter vor Dominik Haselsteiner und dem jungen Steirer Fabio Becvar, während Max Zellhofer der vor der letzten Runde noch Fünfter war, wegen eines Benzinproblems aber auf Rang Acht zurückfiel. Noch unter den TopTen Fabian Ohrfandl und Erich Weghofer.

1.Bendegüz Molnar, Hungary 28:12,496 Min.
2.Jan Antoszewski, Polen + 03,531 Sek.
3.Adam Lengyel, Hungary + 08,142
4.Oliver Müller (Stmk) SUZUKI Team Austria + 08,878
5.Dominik Haselsteiner (NÖ) Wimmer Werk Motorsport + 15,821
6.Fabio Becvar (Stmk) Schiessling Racing + 18,308
7.Robert Kegyes, Ungarn + 18,524
8.Martin Zellhofer (NÖ) Suzuki Team Austria + 28,475
9.Fabian Ohrfandl, NÖ (Schiessling Racing) + 32,920
10.Erich Weghofer NÖ (Schiessling Racing) + 1:07,643 Min.

Daniel Lemmerhofer (OÖ) Wimmer Werk Motorsport, Günther Wiesmeier (OÖe)
Und Felix Wimmer (W) Wimmer Werk Motorsport kamen wegen der fehlenden Runden nicht in die Wertung.

Die Stimmen der drei Erstplatzierten:
Sieger Bendegüz Molnar:“ Ich freue mich sehr, dass ich nach meinem Doppelsieg zum Auftakt in Polen jetzt auch auf dem Slovakiaring zwei Siege herausfahren konnte. Es war schwierig Jan und Adam hinter mir zu halten.“

Jan Antoszewski als Zweiter:“ Für mich zählen die beiden zweiten Plätze hier auf dem Slovakiaring sehr viel, schließlich konnte ich damit meine Gesamtführung im Cup weiter ausbauen.“

Adam Lengyel als Dritter:“ Mit diesem Wochenende kann ich nicht ganz zufreiden sein. Ich weiß noch nicht warum sowohl Bendegüz als auch Jan wesentlich schneller waren als ich. Ich muss analysieren und versuchen die Sache in Brno besser zu machen.“

Das nächste Rennwochenende im SUZUKI Cup Europe findet am 7. und 8. September in Brno statt.

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