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24h Nürburgring: Härtere Strafen für Temposünder

Zu schnelles Fahren unter doppelt geschwenkter gelber Flagge oder in einer Code 60-Zone wird künftig härtere Strafen zur Folge haben...

Foto: VLN

Zu schnelles Fahrern unter doppelt geschwenkter gelber Flagge oder in einer Code-60-Zone hat 2018 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring härtere Strafen zur Folge und kann für das entsprechende Team sogar zur Disqualifikation führen. Das geht aus der Ausschreibung für das nächstjährige Rennen hervor, die am Donnerstag vom veranstaltenden ADAC Nordrhein veröffentlicht wurde.

Sollte ein Fahrer im Qualifying bei doppelter Gelber Flagge schneller als 120 km/h oder in einer Code-60-Zone schneller als 60 km/h fahren, hat dies in jedem Fall eine Strafversetzung zur Folge. Bei bis zu 19 km/h Überschreitung wird das Auto ans Ende der jeweiligen Startgruppe versetzt. Ist ein Fahrer 20 bis 39 km/h zu schnell, muss sein Team nach der jeweiligen Startgruppe aus der Boxengasse starten.

Bei einer Überschreitung von 40 bis 50 km/h wird sogar ein Start auf der Boxengasse nach der dritten Startgruppe fällig. Fährt ein Fahrer mehr als 50 km/h zu schnell, greifen die Sportkommissare drastisch durch. Das entsprechende Auto erhält dann die schwarze Flagge und darf nicht zum Rennen starten, zudem wird dem betreffenden Fahrer das Nordschleifen-Permit entzogen.

Im Rennen droht bei einer Überschreitung von bis zu 19 km/h eine Zeitstrafe von 1:32 Minuten, es sind maximal drei Verstöße erlaubt. Bei 20 bis 39 km/h beträgt die Zeitstrafe 3:32 Minuten (zwei Verstöße), bei 40 bis 50 km/h 5:32 Minuten (ein Verstoß). Wir die Anzahl der maximalen Verstöße überschritten, wird das Team disqualifiziert. Dieselbe Strafe erfolgt bei einer Tempoüberschreitung von mehr als 50 km/h, zudem wird auch hier dem Fahrer das Nordschleifen-Permit entzogen und es erfolge zusätzlich eine Meldung an den Deutschen Motorsport Bund (DMSB).

Mit dieser Strafverschärfung dürften die Organisatoren bei vielen Fahrern offene Türen einrennen, denn zu schnelles Fahrer unter doppelt Gelb oder Code-60 ist auf der Nordschleife ein permanenter Kritikpunkt, der immer wieder für Diskussionen unter den Fahrern sorgt und als gravierendes Sicherheitsrisiko angesehen wird.

Auch in einigen anderen Details wurde das Reglement im Vergleich zu diesem Jahr verändert. So muss gemäß den neuen BoP-Richtlinien von jedem Hersteller, der in der Klasse SP9 (GT3) startet, mindestens ein Auto an den beiden VLN-Läufen vor den 24h-Rennen sowie beim 24h-Qualifikationsrennen teilnehmen. Zudem benötigen alle Fahrer, die in der Klasse SP9 starten, eine Fahrereinstufung in die Kategorien Platin, Gold, Silber oder Bronze durch die FIA.

Auch ein Detail beim Tankvorgang wurde angepasst. Zukünftig darf beim Boxenstopp die Zapfpistole erst dann aus der Halterung genommen werden, wenn das Auto in der Boxengasse kurz vor der jeweiligen Box die sogenannte Fast-Lane verlassen hat.

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