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WEC: News

Regeländerungen für 2018/19 abgenickt

Die Beschlüsse der FIA: Neue LMP1-Team-WM, eigenes Punktesystem für Sebring und Le Mans sowie mehr Action während der Boxenstopps.

Für die Saison 2018/19 der Langstrecken-WM wird das Reglement hinsichtlich der Punktevergabe bei den 24 Stunden von Le Mans verändert: Anstatt wie bisher 50 Punkte (und damit doppelt so viele wie bei den Sechs-Stunden-Rennen der restlichen Saison) erhalten die Sieger künftig nur noch 38 Zähler, was aufgerundet dem Anderthalbfachen des üblichen FIA-Schlüssels entspricht; analog wird mit den weiteren Punkterängen verfahren. Auch beim neuen 1500-Meilen-Rennen in Sebring wird es eine Abweichung vom bekannten Schema geben: Dort erhalten die Sieger dann 32 Punkte, rund ein Viertel mehr als normalerweise. Das hat der Motorsportweltrat des Automobilverbands FIA bei einer Sitzung in Paris beschlossen.

Festgelegt wurde auch die Zusammenführung von Hybrid- und Privat-LMP1 ohne Energierückgewinnung in eine Klasse, in der künftig statt eines Hersteller- ein Teamtitel vergeben wird; wie die Hybridautos künftig eingeschränkt werden, steht noch nicht fest. Nach dem Rückzug von Audi und nunmer Porsche war eine Hersteller-WM mit Toyota alleine nicht mehr möglich. Nur der bestplatzierte LMP1 eines Rennstalls erhält Punkte, sodass auch Privatteams mit nur einem Fahrzeug eine Chance haben, diese Trophäe zu holen. Gleichzeitig hat der ACO die Türen auch für Pseudowerksteams in der LMP1-Kategorie geöffnet: Ein Hersteller kann ohne Hybridantrieb an der LMP1 teilnehmen, indem er einfach ein vorhandenes Privatteam sponsert.

Eine weitere Regeländerung betrifft die Boxenstopps: Während des Tankvorgangs, der bislang separiert erfolgen musste, sind nunmehr auch Reifenwechsel oder andere Arbeiten am Auto erlaubt. Seit die Anzahl der Reifensätze in allen Klassen gedeckelt ist, gibt es für eine Regelung, wonach Nachtanken und Reifenwechsel getrennt voneinander stattzufinden haben, keine Notwendigkeit mehr. Einst war die Regel bei gleichsam unendlich vielen zur Verfügung stehenden Pneus eingeführt worden, um Doppel- und Dreifachstints zu ermöglichen und damit dem Reifenschonen einen größeren Stellenwert zu geben.

Nach Monaten des Krisenmanagements herrscht zum ersten Mal wieder so etwas wie Optimismus beim Automobile Club de l'Ouest. "Die neue Struktur sieht vielversprechend aus", sagt ACO-Chef Pierre Fillon angesichts der bevorstehenden Änderungen. "Zusammen mit den guten Rückmeldungen, die wir für die Saison 2ß18/19 von den Teams erhalten haben, garantieren diese neuen Regeln ein unglaubliches Wettbewerbsniveau in der LMP1", hofft Serienchef Gérard Neveu.

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