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Binder wechselt auf die US-Langstrecke

René Binder bleibt seinem diesjährigen Team Juncos Racing treu, wechselt aber von den Indycars in den North American Endurance Cup.

Bildquelle: Juncos Racing

René Binder hat seinen Vertrag mit dem in Indianapolis stationierten Team Juncos Racing verlängert; der Tiroler wird sein Augenmerk allerdings von der Indycar-Serie, in der er heuer an einzelnen Rennen teilgenommen hat, auf den nordamerikanischen Langstreckensport verlegen und im North American Endurance Cup an den Start gehen, der vier Rennen der IMSA-Sportwagenmeisterschaft umfasst.

Binder über seine Beweggründe: "Trotz aller Begeisterung für Indycar wusste ich schon im Sommer, dass ich dort keine komplette Saison bestreiten kann – und zwar auch deshalb, weil ich in unserem Familienunternehmen immer stärker miteingebunden werde und nicht monatelang in den USA bleiben kann. Als uns Ricardo Juncos dann berichtet hat, dass er gemeinsam mit Cadillac an einem werksunterstützten IMSA-Programm arbeitet, bin ich hellhörig geworden. Die vier wichtigsten Rennen dort bilden für mich ein perfektes Programm, außerdem ist das eine Riesenchance, in einem Werksteam Fuß zu fassen."

Der Endurance Cup inkludiert alle IMSA-Läufe, die über das übliche Format von 100 bis 160 Minuten Rennlänge hinausgehen: die 24h von Daytona, die 12h von Sebring, die 6h von Watkins Glen sowie das Petit Le Mans, ein 10h-Rennen auf der Road Atlanta. Binder wird dabei einen Cadillac DPi V.R pilotieren – im wesentlichen ein Dallara-LMP2-Chassis, allerdings (anders als im FIA-Regulativ zulässig) mit einem 5,5l-V8-Motor ausgestattet.

Binder: "Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung und hoffe, dass wir schon beim Saisonstart in Daytona möglichst weit vorne landen können, auch wenn die Konkurrenz sehr stark sein wird. Da werden Kaliber wie Fernando Alonso oder Jeff Gordon dabei sein, die man nicht weiter vorstellen muss." Als sein Teamkollege ist bislang nur der US-Amerikaner Will Owen offiziell bestätigt worden, der es heuer in Le Mans mit United Autosports aufs LMP2-Klassenpodium geschafft hat.

Ist mit diesem Wechsel in den Prototypensport das Thema Monoposti für Binder nun endgültig abgeschlossen? "Das würde ich so noch nicht unterschreiben, aber natürlich hat der 'Endurance'-Bereich für mich jetzt einmal höchste Priorität. Wir werden demnächst ja noch ein zweites Projekt in Europa bekannt geben, das für mich die ideale Ergänzung sein wird. Ich werde 2019 wieder deutlich mehr zum Fahren kommen, und sollten unsere aktuell laufenden Gespräche mit einem potentiellen Sponsor in Toronto zum Erfolg führen, kann ich mir dort sogar noch einen Start beim Indycar Grand Prix vorstellen", so der bald 27jährige.

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