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WEC: News

Ferrari und Ford beenden ACO-Gespräche

Schlechte Nachrichten für die Langstrecken-WM: Ferrari und Ford sind aus den Gesprächen über die LMP1-Nachfolgeklasse ausgestiegen.

Nach der Ankündigung des Einstiegs von Glickenhaus in die LMP1 (bzw. deren Nachfolgeklasse) gibt es für ACO und FIA nun wieder eine Hiobsbotschaft: sportscar365.com zufolge sind Ferrari und Ford aus Gesprächen um das künftige Langstrecken-WM-Reglement ausgestiegen; kurz davor hatte Lamborghini zudem sein geplantes GTE-Projekt bis auf Weiteres ausgesetzt.

Der Kreis möglicher Hersteller für die neue, ab 2020/21 angedachte Topklasse ist damit auf einen Schlag dramatisch kleiner geworden, denn die Zahl der werksseitigen Interessenten wurde damit um die Hälfte auf Aston Martin und Toyota reduziert. McLaren sitzt derweil nur über seine Technologiesparte in der Gesprächsrunde, ansonsten befinden sich nur noch Vertreter von Zulieferern wie Gibson oder Oreca am Tisch.

Ferrari hatte die Gespräche vor allem als politisches Druckmittel gegenüber dem ACO genutzt. Unstimmigkeiten über die Einstufung des Ferrari 488 GTE, der zuletzt bei den 24 Stunden von Le Mans keine wirkliche Siegchance hatte, hat zum Ausstieg der Italiener aus den Gesprächen beigetragen. Andererseits muss Ferrari auch fürchten, ab 2021 in der Formel-1-WM einige der bisherigen finanziellen Privilegien zu verlieren, was sich auf andere Motorsportprogramme auswirken könnte.

Ford wiederum will sich fortan auf ein DPi-Projekt in der nordamerikanischen IMSA-Sportwagenmeisterschaft konzentrieren, das zugleich als Nachfolgeprogramm für die Einsätze der Ford GT in der GTE-Pro-Kategorie gedacht ist. Eine Hintertür lässt Motorsportchef Rushbrook jedoch offen: Sollte die künftige Topklasse kompatibel mit der neuen DPi-Generation ab 2022 sein, die derzeit jedoch mehr der LMP2 ähnelt, wäre ein WM-Engagement denkbar. Ob sich der ACO nach den diesjährigen Toyota-Zugeständnissen noch einmal derartig für einen Hersteller verbiegen wird, bleibt jedoch fraglich.

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