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Langstrecken-WM 2018/19 mit 36 Autos

Die Saison 2018/19 der Langstrecken-WM wird mit 36 Autos vonstatten gehen, für die 24h von Le Mans ergingen 24 weitere Einladungen.

Bildquelle TS050: Werk

Im Rahmen einer Präsentation in Paris haben Le-Mans-Veranstalter ACO und der Weltverband FIA die Starterfelder für die Saison 2018/19 der Langstrecken-WM und der 24h von Le Mans vorgestellt. Aufgrund des Interesses neuer Rennställe wurde die Nennliste auf 36 Plätze ausgebaut, beim Klassiker in Frankreich werden wie im Vorjahr wieder 60 Fahrzeuge an den Start gehen.

Trotz der Beendigung des LMP1-Projekts von Porsche ist die Zahl der Starter in der Topkategorie deutlich nach oben gegangen, weil sich dort nun wieder zahlreiche Privatteams engagieren, die sich im Kampf gegen das einzig verbliebene LMP1-Werksteam von Toyota Chancen ausrechnen. Neben den beiden Hybrid-TS050 werden acht konventionelle Prototypen der großen Klasse den Wettbewerb aufnehmen.

Die große Überraschung bei der Präsentation der Nennliste war, dass Manor die Finanzierung eines zweiten Ginetta-Mechachrome gelungen ist. Für den Einsatz in diesem zweiten Wagen wurde der erst 21 Jahre alte Charlie Robertson genannt, fürs Schwesterauto ist Oliver Rowland bestätigt. Im Kampf der Privatteams bekommt es Manor Racing mit ByKolles, DragonSpeed, Rebellion und SMP zu tun.

"Wir sind sehr zufrieden. Viele Beobachter hatten Sorge um die Zukunft, aber nun haben wir ein solch umfangreiches Starterfeld. Wir sind extrem stolz", so ACO-Präsident Pierre Fillon. Besonders freute er sich darüber, dass Fernando Alonso zur Rennserie stoße; da war es dann wohl auch keine allzu große Überraschung, dass der WM-Lauf in der Heimat von Toyota, die 6h von Fuji, extra für ihn vom 21. auf den 14. Oktober vorgezogen wurde, um einer Kollision mit dem USGP der Formel-1-WM aus dem Weg zu gehen. Stattdessen überschneidet sich das Japan-Rennen nun ausgerechnet mit dem Petit Le Mans in Atlanta, dem Saisonfinale der IMSA Sportscar Championship ...

Durch das Anwachsen der großen Prototypenklasse hat die LMP2-Kategorie etwas an Umfang verloren: Nachdem 2017 noch neun Boliden in das erste Saisonrennen in Silverstone gestartet sind, werden es in der bevorstehenden Saison nur noch sieben Fixstarter in der kleinen LMP-Klasse sein. In Le Mans wird das Bild dann wieder völlig anders aussehen, den insgesamt sind dort 20 Autos der Chassishersteller Dallara, Ligier-Onroak und Oreca gemeldet, unter anderem auch von G-Drive Racing, das überraschend auf eine Teilnahme an der WM-Saison verzichtet.

In der GTE-Pro-Kategorie steigt die Anzahl der Autos durch den Einstieg von BMW mit zwei neuen M8 GTE auf insgesamt zehn Autos von fünf Marken. In Le Mans kommen zusätzliche Sportwagen von Corvette, Ferrari, Ford und Porsche hinzu, sodass an der Sarthe gleich 17 Fahrzeuge in den Wettbewerb eintreten werden. In der GTE-Am-Klasse feiert der deutsche Porsche-Carrera-Cup-Rennstall Project 1 (vormals tolimit) sein Debüt in der Langstrecken-WM, als Fahrer wurden Jörg Bergmeister, Patrick Lindsay und Egidio Perfetti angekündigt.

Nennliste der Langstrecken-WM 2018/19

LMP1:

1 - Rebellion (Oreca R13 Gibson) — N. Jani/A. Lotterer/B. Senna
3 - Rebellion (Oreca R13 Gibson) — M. Beche/G. Menezes/T. Laurent
4 - ByKolles (Enso CLM P1/01 Nismo) — O. Webb
5 - Manor (Ginetta G60 Mecachrome) — C. Robertson
6 - Manor (Ginetta G60 Mecachrome) — O. Rowland
7 - Toyota (Toyota TS050) — M. Conway/K. Kobayashi/J. M. López
8 - Toyota (Toyota TS050) — F. Alonso/S. Buemi/K. Nakajima
10 - DragonSpeed (Dallara BR1 Gibson) — B. Hanley/H. Hedman/R. v. d. Zande
11 - SMP Racing (Dallara BR1 AER) — M. Aleshin
17 - SMP Racing (Dallara BR1 AER) — V. Petrov

LMP2:

28 - TDS (Oreca 07) — L. Duval/F. Perrodo/M. Vaxivière
29 - Team Nederland (Dallara P217) — F. v. Eerd/J. Lammers/G. v. d. Garde
31 - DragonSpeed (Oreca 07) — R. González
36 - Signatech (Alpine A460) — N. Lapierre/A. Negrão/P. Thiriet
37 - Jackie Chan DC Racing by Jota (Oreca) — J. Jaafar
38 - Jackie Chan DC Racing by Jota (Oreca) — Ho-Pin Tung
50 - Larbre Compétition (Ligier JS P217) — E. Creed/F. Rees/R. Ricci

GTE-Pro:

51 - AF Corse (Ferrari 488 GTE) — J. Calado/A. Pier Guidi
66 - Ganassi Racing (Ford GT) — S. Mücke/O. Pla
67 - Ganassi Racing (Ford GT) — A. Priaulx/H. Tincknell
71 - AF Corse (Ferrari 488 GTE) — S. Bird/D. Rigon
81 - BMW Team MTEK (BMW M8 GTE) — N. Catsburg/P. Eng/M. Tomczyk
82 - BMW Team MTEK (BMW M8 GTE) — A. Farfus/A. Félix da Costa/A. Sims
91 - Porsche GT Team (Porsche 911 RSR) — G. Bruni/R. Lietz
92 - Porsche GT Team (Porsche 911 RSR) — M. Christensen/K. Estre
95 - Aston Martin (Aston Martin Vantage GTE) — M. Sörensen/N. Thiim/D. Turner
97 - Aston Martin (Aston Martin Vantage GTE) — J. Adam/A. Lynn/M. Martin

GTE-Am:

54 - Spirit of Race (Ferrari 488 GTE) — F. Castellacci/G. Fisichella/T. Flohr
56 - Project 1 (Porsche 911 RSR) — J. Bergmeister/P. Lindsay/E. Perfetti
61 - Clearwater (Ferrari 488 GTE) — M. Griffin/W. Mok/K. Sawa
70 - MR Racing (Ferrari 488 GTE) — O. Beretta/E. Cheever/M. Ishikawa
77 - Dempsey Proton Racing (Porsche 911 RSR) — M. Cairoli
86 - Gulf Racing (Porsche 911 RSR) — M. Wainwright
88 - Dempsey Proton Racing (Porsche 911 RSR) — M. Campbell
90 - TF Sport (Aston Martin Vantage V8) — E. Alers/C. Eastwood/S. Yoluc
98 - Aston Martin (Aston Martin Vantage V8) — P. dalla Lana/P. Lamy/M. Lauda

Zusätzliche Starter bei den 24h von Le Mans 2018

LMP2:

22 - United Autosports (Ligier JS P217) — P. Hanson
23 - Panis-Barthez Compétition (Ligier JS P217) — T. Buret
25 - Algarve Pro Racing (Ligier JS P217) — M. Patterson
26 - G-Drive Racing (Oreca 07) — R. Rusinov
32 - United Autosports (Ligier JS P217) — H. de Sadeleer
33 - Jackie Chan DC Racing by Jota (Ligier JS P217) — D. Cheng
34 - Jackie Chan DC Racing by Jota (Ligier JS P217) — J. Nicolet
35 - SMP Racing (Dallara P217) — V. Shaitar
39 - Graff SO24 (Oreca 07) — V. Capillaire
40 - G-Drive Racing (Oreca 07) — J. Allen
44 - Eurasia Motorsport (Ligier JS P217) — M. Asmer
47 - Cetilar Villorba Corse (Dallara P217) — R. Lacorte
48 - IDEC Sport (Ligier JS P217) — P. Lafargue

GTE-Pro:

52 - AF Corse (Ferrari 488 GTE) — T. Vilander
63 - Corvette Racing (Corvette C7.R) — A. Garcia/J. Magnussen
64 - Corvette Racing (Corvette C7.R) — O. Gavin/T. Milner
68 - Ganassi Racing (Ford GT) — S. Bourdais/J. Hand/D. Müller
69 - Ganassi Racing (Ford GT) — R. Briscoe/S. Dixon/R. Westbrook
93 - Porsche GT Team (Porsche 911 RSR) — E. Bamber/P. Pilet/N. Tandy
94 - Porsche GT Team (Porsche 911 RSR) — T. Bernhard/R. Dumas/S. Müller

GTE-Am:

80 - Ebimotors (Porsche 911 RSR) — F. Babini
84 - JMW Motorsport (Ferrari 488 GTE) — L. Griffin
85 - Keating Motorsports (Ferrari 488 GTE) — J. Bleekemolen/B. Keating
99 - Proton Competition (Porsche 911 RSR) — P. Long

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