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Dakar-Rallye 2019

Dakar: So viele Frauen wie noch nie

Die Zahl der weiblichen Teilnehmer steigt bei der Rallye Dakar 2019 deutlich an. In allen Klassen sind Damen am Start, einige verfügen bereits über Erfahrung.

Bildquelle: dakar.com

Bei der 41. Ausgabe der Rallye Dakar werden so viele Frauen wie noch nie zuvor in Südamerika an den Start gehen. Insgesamt 17 Damen werden die zehn Etappen in Peru in Angriff nehmen. Das ist eine Trendumkehr der vergangenen Jahre. Vor allem zwischen 2015 und 2017 sank die Zahl der weiblichen Teilnehmer. 2018 waren dann 13 Damen am Start. Das entsprach 2,39 Prozent des Feldes. Nun ist dieser Wert auf 17 gestiegen. Das entspricht 3,2 Prozent des Starterfeldes.

In der Motorrad-Kategorie sind sechs Frauen dabei. Das bekannteste Gesicht ist Laia Sanz, die wieder Teil des KTM-Teams ist. Die Spanierin wurde im vergangenen Jahr von einem Infekt geplagt und konnte deshalb ihr normales Trainingsprogramm nicht durchziehen. "Normalerweise bin ich in den Top 15, aber jetzt ist es ungewiss. Ich werde ohne besonderes Ziel fahren", sagt Sanz. "Ich möchte nur, dass ich die Rallye in guter körperlicher Verfassung starte."

Mit dem neunten Platz 2015 schrieb Sanz Geschichte und bewies, dass auch Frauen im Spitzenfeld mithalten können. Ebenfalls auf mehrere Dakar-Teilnahmen kann die Niederländerin Mirjam Pol (Husqvarna) zurückblicken. Die Tschechin Gabriela Novotna (Husqvarna) ist zum zweiten Mal dabei. Und Gianna Velarde Sumary (KTM) ist die erste Motorradfahrerin aus Peru. Vor einer besonderen Herausforderung stehen die Russin Anastasia Nifontowa und die Spanierin Sara Garcia, denn sie treten in der Original-Klasse an und sind auf sich alleine gestellt.

In dieser Original-Klasse haben die Teilnehmer kein Team und keine Mechaniker um sich herum. Reparaturen müssen die Fahrer komplett alleine durchführen. Nur untereinander dürfen sich die Fahrer helfen. Sie bekommen vom Veranstalter eine Box mit Werkzeug und ein Zelt zur Verfügung gestellt. Zum ersten Mal treten zwei Frauen in dieser Klasse an, die sich auf die Ursprünge der Rallye Dakar bezieht.

Teilnehmerinnen in allen Klassen vertreten

"Ich denke, die Dinge ändern sich langsam", sagt Garcia. "Die Dakar ist der schwierigste Wettbewerb und ich bin stolz, dass sich etwas verändert und es kein reiner Männersport mehr ist. Laia war die Vorreiterin und wir hatten sie alle als Vorbild." Bei den Quads ist die Bolivianerin Suany Martinez (Can-Am) die einzige weibliche Starterin. Nach zwei Ausfällen in den vergangenen beiden Jahren wird ihr primäres Ziel lauten, die komplette Distanz zu schaffen.

Die Tschechin Olga Rouckova wechselte von den Quads in die SxS-Kategorie und teilt sich den Can-Am mit ihrem Landsmann Daniel Zelenka. In der SxS-Klasse gibt es auch ein komplettes Frauenteam, das von zwei Deutschen gebildet wird: Annett Fischer, die vor ihrem Debüt steht, und Co-Pilotin Andrea Peterhansel. Letztere hieß vor ihrer Hochzeit mit "Mister Dakar" Mayer und verfügt über viel Erfahrung. Sie trat schon zehnmal an. Viermal war sie bei den Motorrädern die beste Frau. 2004 belegte sie bei den Autos den fünften Platz.

In der Automobilwertung sind drei Fahrerinnen und eine Beifahrerin dabei. Cristina Gutierrez (Mitsubishi) aus Spanien stellt sich zum dritten Mal der großen Herausforderung. Bisher kam sie immer ins Ziel. Mit Andrea Patricia Lafarja (Toyota) aus Paraguay und Fernanda Kanno (Toyota) aus Peru treten zwei Fahrerinnen aus Südamerika an. Für Lafarja ist es das Debüt, während Kanno das zweite Mal dabei ist.

In der neuen Unterkategorie UTV-Open sind vier Frauen vertreten, darunter auch ein komplettes Damenteam, das von Camelia Liparoti und Rosa Romero gebildet wird. Sie sitzen in einem Fahrzeug von Yamaha. Beide haben schon einige Dakars bestritten und verfügen dementsprechend über Erfahrung. Die Italienerin Elena Foi unterstützt ihren Mann Nicola Dutto, der trotz Querschnittslähmung mit einem Motorrad starten wird. Bei den Trucks ist Florence Deronce die einzige Dame. Sie ist Beifahrerin im MAN-Truck mit der Startnummer 542.

Dass auch Frauen bei der Dakar erfolgreich sein können, bewiesen über die Jahre schon viele. Den größten Erfolg feierte die Deutsche Jutta Kleinschmidt, als sie im Jahr 2001 den Gesamtsieg bei den Autos eroberte.

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