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X-Bow Battle startet ins zehnte Jahr

Die X-Bow Battle startet 2019 mit vielen Neuerungen in ihre Jubiläumssaison. Das zehnte Jahr markiert so etwas wie einen Neustart.

Fotos: Joel Kernasenko; Text: Manfred Wolf

Es ist die wahrscheinlich erfolgreichste und größte Markenpokalrennserie Europas: Die X-Bow Battle startet 2019 mit vielen Neuerungen in ihre Jubiläumssaison. Das zehnte Jahr markiert dabei so etwas wie einen "Neustart" – immerhin gibt es erstmals gemeinsame Auftritte mit anderen, teils prominenten Rennserien sowie alle Rennen im Livestream. 2010 wandte sich KTM dem Kundenrennsport zu: Die X-Bow Battle sollte leistbaren, gleichzeitig attraktiven Motorsport für alle Besitzer eines KTM X-Bow bieten. Der Aufbau der Serie begann Ende April 2010, auf dem Salzburgring nahmen exakt 16 Starter das erste Rennen in Angriff. Mit dabei eine wahre Technik- und Fahrervielfalt: von 240 PS im serienmäßigen KTM X-Bow bis knapp 400 PS in der völlig überarbeiteten Rennversion, vom erfahrenen Sportwagenpiloten über ehemalige Motorradrennfahrer bis zum totalen Motorsportneuling war alles dabei.

Schon in der nächsten Saison wuchsen die Starterfelder deutlich an, und über das Jahr verteilt standen nicht weniger als sechs Events mit je zwei Rennläufen auf dem Programm. 2013 war schließlich eine einzige Wertungsklasse übrig geblieben, gleichzeitig erfolgte der Umstieg von Semislicks auf professionelle Slickbereifung, natürlich in Zusammenarbeit mit dem offiziellen Reifenpartner Michelin. "Die X-Bow Battle ist heute genauso eine Rennserie für Einsteiger und Amateure wie für arrivierte Gentleman Racer. Die Newcomer sind in der Rookies Challenge perfekt aufgehoben. Dort muss man sich nicht einmal Anzug oder Helm selbst kaufen, alles kann bei KTM ausgeliehen werden. Für alle, die ein eigenes Auto möchten oder die bereits Motorsporterfahrung haben, gibt es die Elite- und die GT4-Klassen: ein Mal offenes Fahrzeug, ein Mal mit Dach, je nachdem was einem lieber ist. Ich persönlich finde das offene Auto nach wie vor am schärfsten", so Georg Silbermayr, Veranstalter der Battle.

KTM X-Bow Rookies Challenge 2019

Eine eigene Rookies-Wertung gab es bereits in den Anfangsjahren der X-Bow Battle, seit 2015 ist es eine eigenständige, von der KTM Sportcar GmbH organisierte Serie, die im Rahmen der Battle ausgetragen wird. Der Clou dabei: Die Starter brauchen sich im Prinzip um fast nichts selbst zu kümmern, sie kommen in den Genuss eines "Arrive & Drive Package", entweder die ganze Saison oder eben "nur" für einzelne Rennen – alles zum Fixpreis, auf Wunsch mit inkludierter Versicherung. Besonders wichtig: Jedes Exemplar der insgesamt 20 KTM-X-Bow-R-Rennfahrzeuge gleicht dem anderen bis ins kleinste Detail, Vorteile durch bessere Technik gibt es nicht. Um auch die letzten "Markenpokalzweifler" zu beruhigen, werden die Autos an jedem Rennwochenende neu zugelost – Vorteile für einen Fahrer sind somit zu einhundert Prozent auszuschließen. Um die Kosten möglichst gering zu halten, sind zudem keine Änderungen am Setup erlaubt, dieses wird durch KTM-Werksfahrer Reinhard Kofler vorgegeben.

Der Fokus liegt somit ausschließlich auf der Leistung der Pilotinnen und Piloten – und die haben dank 300 PS bei rund 830 Kilogramm Leergewicht einiges zu tun. Fahrhilfen wie ABS oder Traktionskontrolle gibt es ebensowenig wie Servolenkung oder Bremskraftunterstützung. Durch die Mittelmotorauslegung und den Heckantrieb ist das Auto äußerst agil und wirklich ähnlich einem Kart zu fahren. In weiterer Folge erweist sich das hier gelernte als ideale Vorbereitung auf die Rennkarriere in den boomenden GT4- oder GT3-Kategorien. Das beste zum Schluss: Die komplette Saison kostet gerade einmal 44.800,- Euro. KTM-Sportcar-GmbH-Geschäftsführer Michael Wölfling dazu: "Wir glauben, dass die Rookies Challenge eine ideale Aufsteigerklasse nach dem Kartsport darstellt. Unser KTM X-Bow ist ein Mittelmotorsportwagen mit Kohlefasermonocoque und Heckantrieb, damit die ideale und sichere Vorbereitung auf GT4- und GT3-Rennsport."

Kooperation mit anderen Rennserien

Alles neu im Jahr 2019: So könnte man die Entwicklungen der letzten Monate zusammenfassen. "Man muss nicht alles neu machen, aber man kann vieles kontinuierlich verbessern", so Georg Silbermayr, der die X-Bow Battle im zehnten Jahr ihres Bestehens mit einigen Neuerungen attraktivieren wird. "Wir haben uns entschlossen, in Zukunft mit anderen Rennserien zusammenzuarbeiten. Das hat im Prinzip sehr viele Vorteile: Wir bekommen eine optimale Auslastung der gebuchten Rennstrecke, erhöhen das Zuschauerinteresse vor Ort; zudem findet ein positiver Austausch zwischen den Teilnehmern der verschiedenen Rennserien statt. Außerdem können wir so erstmals in unserer Geschichte von jedem Rennen einen Livestream zur Verfügung stellen. Das Videomaterial steht darüber hinaus dann natürlich auch noch für die weitere Verbreitung zur Verfügung. Das ist besonders für Sponsoren und Partner der Serie bzw. der Teams interessant, und last but not least bringen wir – bei so attraktiven Serien wie der DMV-GTC, der 24HSeries oder der Blancpain Sprint Series – unsere jungen Piloten aus der Rookies Challenge in die 'Auslage', die sich so für höhere Aufgaben empfehlen können. Ich bin überzeugt davon, dass uns damit ein wichtiger Schritt in Richtung noch größere Attraktivität gelingt."

Durch die Veränderungen gibt es in der Saison 2019 fünf Rennwochenenden mit jeweils mindestens sechs Rennen: zwei Mal Rookies Challenge, zwei Mal Elite und zwei Mal GT4. Bei ausgewählten Events gibt es zudem noch ein Endurance-Rennen über die Dauer von rund einer Stunde. Besonders schön ist zudem die Auswahl der Rennstrecken, die den Piloten 2019 bevorsteht: Der Auftakt erfolgt Ende März auf der wunderbaren MotoGP-Strecke in Mugello/Italien, danach geht es Mitte April zum offiziellen Testtag an den Red Bull Ring. Es folgt das zweite Rennwochenende auf der MotoGP-Strecke von Brünn/Tschechien Anfang Mai, Ende des Monats dann das große "Heimspiel" auf der F1- und MotoGP-Strecke auf dem Red Bull Ring in Spielberg/Österreich. Die nächste Formel-1-Rennstrecke, noch dazu eine der legendärsten überhaupt, bildet den Rahmen für das vorletzte Rennwochenende des Jahres, das im Juni auf dem Nürburgring stattfindet. Das große Saisonfinale steigt dann erneut auf einer F1-Strecke: Der Hungaroring in Ungarn wird die X-Bow Battle im September zum allerersten Mal begrüßen.

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