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WEC: 24 Stunden von Le Mans

„Le Mans ist das größte Rennen der Welt“

Richard Lietz ist mit drei Siegen einer der erfolgreichsten Le-Mans-Piloten, in diesem Jahr will der Österreicher mit dem 911 RSR den vierten Sieg erringen.

Foto: Lietz

Als Titelverteidiger startet Richard Lietz mit seinem Porsche 911 RSR am 14./15. Juni bei den 24 Stunden von Le Mans, dem härtesten Autorennen der Welt. Mit seinen drei Siegen in den Jahren 2007, 2010 und 2013 ist er einer der erfolgreichsten Sportwagenpiloten bei dem Langstreckenklassiker auf dem legendären Circuit des 24 Heures. Seine Teamkollegen im vom Porsche Team Manthey eingesetzten 911 RSR mit der Startnummer 92 sind Marco Holzer und Frédéric Makowiecki. Im Kampf um seinen vierten Le-Mans-Erfolg trifft er in der traditionell hart umkämpften Klasse GTE-Pro auf die starke Werkskonkurrenz von Aston Martin, Chevrolet und Ferrari. Porsche ist mit 16 Gesamtsiegen der erfolgreichste Hersteller in der Geschichte dieses Rennens.

Richard Lietz über Le Mans
„Le Mans ist das größte Rennen der Welt. Wenn ich nicht als Fahrer dabei wäre, würde ich eine Eintrittskarte kaufen und mich als Zuschauer auf die Tribüne setzen. Dieses Rennen zu gewinnen ist ein Ziel, für das du das ganze Jahr sehr hart arbeitest. Der Circuit des 24 Heures ist eine unglaubliche Rennstrecke, mit schnellen Kurven und langen Geraden – eine einzige Herausforderung. Obwohl das Rennen 24 Stunden dauert, darfst du dir nicht den kleinsten Fehler erlauben, sonst hast du keine Chance. Du musst immer voll konzentriert sein, vor allem auch in der Nacht, denn obwohl die Strecke so lang ist, bist du eigentlich nie allein. Entweder kommen von hinten die superschnellen Sportprototypen angeflogen oder du läufst auf langsamere Konkurrenten auf. Irgendwas ist immer los. Bei einem 24-Stunden-Rennen kommt es auf sehr viele Dinge an, deshalb ist da auch immer alles möglich. Als das Rennen noch ein Einzelevent war, zählte nur der Sieg. Jetzt ist es ein Teil der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC, was bedeutet: Wenn du nicht gewinnen kannst, musst du wenigstens schauen, so viele Punkte wie möglich für die Meisterschaft mitzunehmen. Doch meine Teamkollegen und ich wollen unbedingt den Sieg. Denn eines ist klar: Ein Erfolg in Le Mans stellt vom Prestige her alles in den Schatten.“

Das Rennen
Die 1923 erstmals ausgetragenen 24 Stunden von Le Mans sind die größte Herausforderung, die der Motorsport zu bieten hat. Einzigartig ist das Rennen allein schon wegen des 13,629 Kilometer langen Circuit des 24 Heures, einer der ältesten und schnellsten Rennstrecken der Welt mit 38 Kurven und der legendären, rund fünf Kilometer langen Hunaudières-Geraden. Die Mischung aus permanenter Rennstrecke und öffentlichen Landstraßen stellt ganz besondere Anforderungen an Fahrer und Autos. Das Rennen wird mit doppelter Punktzahl als dritter Lauf der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC gewertet.

Das Auto
Der Porsche 911 RSR basiert auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911. Für die Saison 2014 wurde der 470 PS starke Le-Mans-Doppelsieger des Vorjahres in vielen Bereichen weiter verbessert. Im Vergleich zu 2013 muss er in Le Mans allerdings mit einem um 25 Kilogramm erhöhten Fahrzeuggewicht sowie im Durchmesser verkleinerten Restriktoren antreten. Das haben die Reglementwächter so beschlossen. Neben dem WEC-Auftaktrennen in Silverstone siegte der 911 RSR in diesem Jahr auch schon bei den amerikanischen Langstreckenklassikern in Daytona und Sebring. Richard Lietz gehörte sowohl in Daytona als auch in Silverstone zum Siegerteam.

Loeb als Teamchef in Le Mans Loeb als Teamchef in Le Mans Vorschau Bachler Vorschau Bachler

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